EM-Gold für Schneider, EM-Silber für Buckwitz

MAZ – Eine Woche zuvor rasten sie in Winterberg gemeinsam zu ihrem ersten Weltcupsieg. Nun wurden Pilotin Stephanie Schneider und Anschieberin Lisa Buckwitz vom SC Potsdam getrennt. Mit anderen Partnerinnen gab es für Schneider den nächsten Weltcupsieg in Innsbruck plus EM-Gold. Buckwitz stand ebenso auf dem Podium und holte EM-Silber.

Die EM-Medaillen wurden beim gleichzeitigen Bob-Weltcup in Innsbruck-Igls bei den Frauen allesamt an Deutschland vergeben. Die ehemalige Potsdamerin Stephanie Schneider (Oberbärenburg), die das erste Mal mit Annika Drazek (Winterberg) als Anschieberin an den Start gegangen war, gewann bei den Europameisterschaften als auch im Weltcup überragend mit je zweimal Lauf- und Startbestzeit: „Es war ein super Rennen mit toller Stimmung und vor einer coolen Kulisse. Ein großes Dankeschön an alle“, so Pilotin Stephanie Schneider, die auf der Bahn in Igls besonders gut zurecht kommt und dort 2016 WM-Vierte wurde. Bereits 2016 hatte die 27-Jährige EM-Bronze gewonnen.

Auf EM-Platz zwei und Weltcup-Platz drei hinter Weltmeisterin Elana Meyers Taylor (USA) landeten Titelverteidigerin Mariama Jamanka, die Oberhoferin begann ihre Bob-Karriere ebenfalls in Potsdam, mit Schneiders Stammanschieberin Lisa Marie Buckwitz vom SC Potsdam. EM-Dritte und Weltcup-Fünfte wurde Anna Köhler aus Winterberg mit Ann-Christin Strack.Cheftrainer René Spies lobte: „Wir haben ein sehr tolles Rennen von unseren Damen gesehen, mit sehr starken Startleistungen und Fahrten. Das war wirklich herausragend.“

Bei den Männern landete der Potsdamer Anschieber Christian Poser mit Pilot Nico Walther (Oberbärenburg) auf Platz sieben in der EM-Wertung und wurde Weltcup-Elfter. Im Vierer reichte es für das Potsdamer Duo Kevin Kuske und Christian Poser im Walther-Team am Sonntag im Weltcup zu Platz fünf und in der EM-Wertung zum vierten Platz hinter zwei deutschen Vierern und Lettland.

von Peter Stein

Foto: dpa