20 Minuten Bestleistung der Spielgemeinschaft Potsdam/Mellensee

Diese Erfahrung musste erst verarbeitet werden: Nach einer 2:4 Führung gibt die SG die Partie an den Berliner FK ab.

Dabei lief zunächst alles so gut! Das Team der Mellenseer und Potsdamer startete das Spiel gegen den BFK hellwach und konzentriert. Gerade der Einstieg in Großfeldspiele war in der Vergangenheit oftmals ziemlich schlaff. Beim letzten Spiel jedoch war die Startformation der SG hochmotiviert. Prompt belohnte sich Max selber durch eine Balleroberung nach einem Berliner Fehler nach nur 12 Sekunden mit einem Tor!

Doch auch danach blieb die SG im ersten Drittel vorerst konzentriert und diszipliniert. Nach einem weiteren Fehler des BFKs 10 Minuten später konnte erneut die Nummer 9 der Potsdamer und Mellenseer zum 2:0 erhöhen. Nun kamen die Berliner besser ins Spiel, nach zwei groben Schnitzern war die Mannschaft wohl wachgerüttelt worden und gleichte mit zwei Toren aus. Auch in dieser Situation bewies die Spielgemeinschaft insgesamt einen kühlen Kopf und stellte noch im ersten Drittel den alten Vorsprung her und beendete das Drittel mit 2:4.

Im zweiten Drittel jedoch fiel die Mannschaft aus unerklärlichen Gründen in sich zusammen. Der BFK passte sich zwar der Taktik der Spielgemeinschaft an und versuchte gleich zu Beginn des zweiten Drittels die Schwächen im Aufbau von Mellensee und Potsdam auszunutzen, jedoch war das kein Grund, das Spiel schon aufzugeben. Nach 7 Minuten im zweiten Drittel hatten die Berliner das Spiel erneut ausgeglichen. Anstatt wie noch im ersten Drittel ruhig zu bleiben und auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, wurden die Spieler der SG viel zu unruhig. Fehler wurden bei anderen oder den Schiedsrichtern gesucht, das Stellungsspiel gerade in der Verteidigung und beim Aufbau in der eigenen Hälfte konnte nur als chaotisch bezeichnet werden. Zu diesem Zeitpunkt war es absolut keine Überraschung, dass der BFK nach dem Ausgleich noch vier weitere Treffer ohne Antwort der Gäste aus Potsdam und Mellensee erzielen konnte und das zweite Drittel mit dem Stand 8:4 endete.

In der Drittelpause bemühte sich Trainerin Franzi die Mannschaft daran zu erinnern, dass Sieg oder Niederlage in den eigenen Händen liegen. Dank der richtigen Worte mit der nötigen Schärfe rissen sich alle Spieler der SG noch einmal zusammen. Allerdings war das zweite Drittel noch in allen Knochen zu spüren, weshalb weiterhin der Berliner FK das Spiel fest in der Hand hatte und noch früh im dritten Drittel um 9:4 erhöhte. Offensiv war für die Spielgemeinschaft nichts mehr zu holen, jedoch wurde sich zumindest Defensiv wieder konzentriert und weitere Gegentreffer im letzten Drittel verhindert.

Bereits am Samstag steht das nächste Großfeldspiel für die Mannschaft aus Potsdam und Mellensee gegen die SG Floorball Nordost an. Besinnt man sich bis dahin auf das Positive aus dem starken ersten und dem zumindest soliden dritten Drittel des vergangenen Spiels, dann kann erneut auf den ersten Punkt in der Liga gehofft werden.