Floorballer brechen im dritten Drittel ein

Beim letzten Großfeldspieltag der Floorball-Saison zeigte die Spielgemeinschaft Potsdam/Mellensee zwei überragende Drittel gegen den Tabellenersten, Floorball Turtles Berlin – brach dann jedoch im letzten Abschnitt stark ein.

Vor über einer Woche war es wieder Floorball-Zeit auf dem Großfeld. Am dritten März-Wochenende stand die Partie der Turtles gegen die Spielgemeinschaft aus Potsdam und Mellensee an. Den Tabellenersten zu schlagen schien unrealistisch, dennoch wollten alle Spieler ihr Bestes geben, um nach dem Sieg im vorherigen Spiel weiterhin in positiver Stimmung zu bleiben. Überraschenderweise startete das Spiel der Schildkröten sehr verhalten. Die doch recht stark dezimierte Mannschaft aus Berlin versuchte zu Beginn in erster Linie den Ball zu behaupten und Kräfte zu sparen. Davon zunächst etwas verwundert ließ sich die Spielgemeinschaft jedoch nicht aus der Ruhe bringen und konzentrierte sich ebenfalls auf einen sicheren Aufbau. Beide Mannschaften warteten geduldig auf ihre Chance. Diese disziplinierte Spielweise ließ das erste Drittel torlos enden, obwohl die Turtles gegen Ende in Überzahl spielen durften.

Das zweite Drittel begannen die Potsdamer und Mellenseer erneut konzentriert und ruhig. Ohne Gegentor in 20 Minuten gegen den sonst so torsicheren Tabellenersten war eine Leistung, auf die man zu diesem Zeitpunkt stolz sein konnte. Vielmehr noch drängte die Spielgemeinschaft gleich zu Beginn des Drittels die Schildkröten phasenweise immer wieder eng vor ihr eigenes Tor. Das wurde einem Berliner Verteidiger offensichtlich zu heikel: Der sich immer wieder durch die grüne Verteidigung drängende Lukas durfte bei einer hochkarätigen Chance durch einen Schubser Bekanntschaft mit dem Pfosten des Berliner Tors machen. Ein blutiges Spielende für unseren Stürmer, welcher nach dieser unfairen Aktion von Assistenzaushilfsschwester Stephanie in die Notaufnahme gefahren werden musste, da die Blutung der Nase überraschenderweise nicht mit Eisspray gestoppt werden konnte. Leider wurde der gegebene Penalty vom Potsdamer Stürmer Oli in diesem Spiel nicht verwertet, sodass es nach wie vor torlos blieb.

Erst nach knapp vier Minuten im zweiten Abschnitt fiel das erste Tor: Durch schnelle Pässe und einen verdeckten Distanzschuss konnten die Abwehr und der Goalie der Mellenseer und Potsdamer überwunden werden. Dennoch spielten die Schildkröten zunächst weiterhin abwehrorientiert und erlaubten so den Gästen immer wieder ebenfalls Abschlüsse auf ihr Tor. Doch nach etwa weiteren zehn Minuten ergab sich für die Turtles erneut eine Chance, welche sie gewohnt präzise sofort ausnutzen und somit in der 17. Spielminute im zweiten Abschnitt auf 2:0 erhöhten. Mit diesem Stand ging es dann auch in die zweite Drittelpause.

Trotz der zwei Tore Rückstand ging die Spielgemeinschaft positiver Dinge in den letzten Abschnitt und hoffte endlich auf einen eigenen Treffer. Doch leider erlitt das Team aus Potsdam und Mellensee den schon fast gewohnten Einbruch der Leistung – spät, aber dennoch spielentscheidend. Von der vierten bis zur 20. Spielminute in drittel Drei überwanden die Floorball Turtles Berlin ihren Gegner sechs mal – fast im Minutentakt ließen sie die Spielgemeinschaft spüren, dass ein Floorballspiel dreimal 20 Minuten dauert und die Konzentration und Leistung stetig hochgehalten werden sollte. Trainer Paul versuchte währenddessen, die Moral trotz der vielen Gegentore stabil zu halten und gab alles dafür, dass seine Mannschaft sich nicht nur abschießen ließ, sondern auch selbst wenigstens einen Ehrentreffer erzielt. Diesen hatte man sich in den beiden Dritteln zuvor durchaus verdient. In einer letzten Druckphase gelang es dann Oli doch noch mit nur noch 44 Sekunden verbleibender Spielzeit und in gewohnter Manier ohne jegliche Vorlage den Ball bei den Schildkröten unterzubringen. Somit trennten sich die Mannschaften am Ende mit 8:1. Bereits am Samstag geht es für die Spielgemeinschaft gegen das Team Floorball Nordost – eine weitere Gelegenheit, um vielleicht diesmal das gesamte Spiel über eine überzeugende Leistung abzugeben und dies im Spielstand auch wiederzuspiegeln.