Jugendclub „OFF Line“ wird für Flüchtlingsengagement geehrt

Der SC Potsdam hat bei der Preisverleihung „Sterne des Sports“ in Bronze den 1. Platz erhalten. Damit ehrt die Berliner Volksbank das Engagement des Jugendclubs „OFF Line“ für Flüchtlinge. Bei der Verleihung im Potsdamer Kutschstall-Ensemble stand das ehrenamtliche Engagement von kleinen und großen Sportvereinen im Vordergrund.

„Weltoffenheit ist ein Thema, das beim SC Potsdam nicht erst nach dem diesjährigen Flüchtlingsansturm im Mittelpunkt steht“, sagt Jugendclub Leiter Peter Schäperkötter. Schon seit 1994 gibt es den Jugendclub und mit ihm ein freies Fitnessangebot sowie Meinungs- und Nationenvielfalt auf engsten Raum. „Sport verbindet, Sport sprengt Barrieren“, lautet das Motto.

Das nun geehrte Projekt „ Man muss nicht alle Sprachen der Welt können, die Sprache Sport verbindet“ ist aktueller denn je: Seit Jahren öffnet der Jugendclub seine Türen für Migranten, die hier frei trainieren können. Aktuell können auch Flüchtlinge kostenlos trainieren und an internen Wettbewerben teilnehmen. Sie werden im Fitnessraum eingewiesen, bekommen einen Trainingsplan und nutzen die Einrichtung fast täglich. So sollen die Sprachbarrieren mit sportlicher Leidenschaft und gemeinsamen Interessen überwunden werden.

Die Einbindung in Sport und Wettkampf fördert den Kontakt zu anderen Jugendlichen. Freundschaften entstehen und auch der Jugendclub erfährt viel über Kultur, Tradition und Herkunft der jungen Menschen aus Syrien, Mazedonien, Russland oder dem asiatischen Raum. Aktuell trainieren regelmäßig etwa 20 Flüchtlinge aus 17 Nationen beim SC.

„Die Leute sitzen häufig in den Einrichtungen in ihren Zimmern und wissen nicht, wohin mit ihren Kräften. Bei uns finden sie Kontakte und können sich voll auspowern“, sagt Peter Schäperkötter. Neben den clubinternen Wettkämpfen im Kraftsport organisiert das Team auch Ausflüge im Land und Veranstaltungen, zu denen vielseitig gekocht wird, auch mal syrisch oder russisch. „Das ist alles bunt bei uns“, sagt Schäperkötter.

Der Stern des Sports in Bronze bringt dem Verein nicht nur die automatische Nominierung für die „Sterne des Sport“ in Silber, die am 17.11 von der Staatskanzlei Brandenburg verliehen wird, sondern auch einen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Damit will der Jugendclub durch weitere Aktionen und Veranstaltungen auch jüngere Flüchtlinge erreichen und im Freizeitbereich integrieren.

Fotos: Berliner Volksbank / Stephanie Pilick.