Maike Naomi Schnittger knapp auf Rang 4

Acht Hundertstel haben nach acht Bahnen entschieden. Schwimmerin Maike Naomi Schnittger (SC Potsdam) hat denkbar knapp eine Medaille auf ihrer Nebenstrecke 400 Meter Freistil verpasst. „Ich habe mich komplett ausgelastet“, sagte Schnittger nach dem Rennen der ARD. Auf den ersten sieben Bahnen schwamm die 24-Jährige ein überragendes Rennen. Sie war deutlich schneller als im Vorlauf, wo sie mit der drittbesten Zeit ins Ziel kam. Doch dann ist sie „einfach stehengeblieben“, so Schnittger. Mit dem letzten Armzug schob sich die Spanierin Ariadna Edo Beltran (4:43,49 Minuten) an Schnittger (4:43,57 Minuten) vorbei und auf den dritten Rang. Gold in der Startklasse S12/S13 ging an Rebecca Meyers. Die Amerikanerin schwamm mit 4:19,59 Minuten einen neuen Weltrekord. Silber holte die Ukrainerin Anna Stetsenko (4:24,18).

Paradestrecke kommt noch

Der Traum von einer paralympischen Medaille ist für Schnittger jedoch noch nicht beendet. „Wir haben die 400 Meter nicht trainiert. Der Fokus lag auf den 50- und 100-Meter-Strecken“, so Schnittger. Mut spricht Schnittger Heimtrainer Christian Prochnow aus Deutschland zu: „Sie hat sich nach den Strapazen sehr gut geschlagen. Ihre Strecke sind die 50 Meter Freistil“. Vor den 50 Metern Freistil am Samstag tritt Schnittger noch über die 100 Meter Freistil am Freitag an.