Zwei Sportler zu den Paralympics nach Rio

Maike Naomi Schnittger und Torben Schmidtke werden uns bei den Paralympics in Rio vom 07. bis 18. September vertreten. Dies gab am Montag der Deutsche Behindertensportverband in Berlin bekannt. Maike und Torben gehören zum Paralympischen Schwimmteam des SC Potsdam und zählen zu den heißen Medaillenanwärtern für Deutschland.

Am 31.08.2016 geht es für die beiden los. Sie fliegen von Berlin nach Frankfurt, wo sie mit der gesamten deutschen Mannschaft nach Rio reisen. Bundespräsident Joachim Gauck wird die paralympischen Athleten in Frankfurt persönlich verabschieden.

Naomi, so wird sie in der Schwimmwelt genannt, freut sich sehr auf die Paralympics in Rio. Sie hat bei ihren zweiten Spielen ein enormes Wettkampfprogramm zu absolvieren. Ingesamt wird sie 4 Starts über 10 Tage verteilt haben. Ihr erster Einsatz ist direkt am 08.09. die 100m Schmetterling. Bis zum letzten Tag muss sie die Konzentration hoch halten, denn dort findet ihre Paradedisziplin, die 50m Freistil statt. Auf die Frage hin, was sie dort für Ziele hat sagt sie: „Ich bin stolz, dass ich überhaupt so fit bin. Ich möchte alles geben,mit einem sehr guten Gefühl anschlagen und dann werden wir sehen was am Ende herauskommt.“

Naomi hatte im letzten Jahr mit einem derben Rückschlag zu kämpfen. Sie erlitt nach einem Kreuzbandanriss eine Thrombose und musste gezwungenermaßen bis Mitte Januar pausieren. „Ohne meinen Trainer Christian Prochnow wäre ich niemals soweit gekommen. Ich danke ihm sehr! Er hat mich immer in meinem vermeintlich falschen Ehrgeiz gebremst und zur rechte Zeit gefordert und unterstützt.“, sagt sie.

Am meisten freud sie sich natürlich auf die Wettkämpfe, aber da die Paralympischen Spiele immer einen besonderen Reiz haben, erwähnt sie die Vorfreunde über das Schlaraffenland im Essenszelt. „Dort findet man immer so viele Delikatessen und trifft die anderen Athleten. Das macht die Paralympics aus. Alle Athleten im Olympischen Dorf haben das gleiche Ziel, sie wollen möglichst erfolgreich in ihren Sportarten sein. Dadurch entsteht ein großes Gemeinsamkeitsgefühl.“, schwärmt sie. Leider kann sie die Eröffnungsfeier nur vom Fernseher aus verfolgen, jedoch nicht alleine, da viele Athleten auch schon am nächsten Tag ihren Wettkampf haben. „Es wird in Einkleidung zusammen alles verfolgt.“, erklärt sie lachend.

Am Sonntag geht es noch einmal für 12 Tage ins Erzgebirge. Dort gilt es noch einmal Kraft zu tanken und zu entspannen, damit sie in Rio auf den Punkt fit ist.

Wir wünschen viel Erfolg!