Exoten, Favoriten und Überraschungskandidaten beim 18. Int. Stabhochsprung-Meeting

Die Vorbereitungen auf das 18. Internationale Stabhochsprung-Meeting im Potsdamer Stern-Center laufen bereits seit Wochen auf Hochtouren. „Wir freuen uns schon riesig auf das Event“, sagt Friedelinde Petershofen, Stabhochspringerin vom SC Potsdam. Damit die Veranstaltung am Donnerstagnachmittag beginnen kann, werden Trainer, Athleten und Helfer des SC Potsdam schon am Mittwochabend, wenn im Stern Center die Läden schließen, gemeinsam bis nach Mitternacht die Wettkampfanlage aufbauen.

„Anjuli und Annika haben sogar andere Meetings abgesagt, um in Potsdam dabei zu sein“, verrät SC-Potsdam-Trainer Stefan Ritter, der beim Frauenspringen mit Fredi Petershofen, Anjuli Knäsche und Annika Roloff gleich drei Sportlerinnen im Teilnehmer-Feld hat. „Es ist eines der Höhepunkt im Jahr. Ein tolles Publikum, coole Musik, das motiviert einen doppelt“, sagt „Fredi“ Petershofen, die nach ihrer Verletzungspause erstmals wieder in einem Wettkampf antreten wird. „Bei unserem Heimmeeting wollte ich unbedingt mitspringen“, erzählt die 21-Jährige, die allerdings statt der üblichen 15 Schritte nur mit 11 Schritten anlaufen wird. „Das bin ich allerdings im vergangenen Jahr auch schon wegen meiner Schulterverletzung.“ Vor einem Jahr übersprang sie 4,31 Meter. Mit ihrem eigenen Fanclub an der Anlage will die gebürtige Hannoveranerin, die seit 2,5 Jahren in Potsdam lebt auch in diesem Jahr wieder hoch hinaus. „Meine Eltern kommen, meine Tante und Onkel auch und viele Freunde.“

 

Am Donnerstag erobern ab 13 Uhr traditionell die Jüngsten den Laufsteg. Beim Schnuppertraining bis 15 Uhr darf außerdem jeder Interessierte Hand an den Stabhochsprungstab anlegen und sich ausprobieren. Die ersten Wettkämpfer werden sich ab 15.30 Uhr beim Einspringen mit der Anlage vertraut machen und ab 16.30 Uhr um die ersten Pokale der Jugend U14 und U16 springen.

Am Freitag geht es bereits ab 10 Uhr hoch hinaus. Dann schrauben sich einige der besten deutschen männlichen Nachwuchshoffnungen in Höhen bis zu 5 Meter. Ab 13.30 Uhr erobern dann die Damen den Laufsteg: Zunächst will es die weibliche Jugend den Jungs gleichtun und Höhen jenseits der 4 Meter erreichen.

Anschließend geht es ab 16.30 Uhr im internationalen Frauenspringen um den Pokal. Vorjahressiegerin Nicole Büchler aus der Schweiz ist in diesem Jahr nicht dabei. Als größte Anwärter auf den Sieg gelten die Tschechin Romana Malacova, die mit einer Hallenbestleistung von 4,62 Meter anreist und die Vorjahresvierte aus Schweden Michaela Meijer  mit einer Bestmarke von 4,60 Meter. Doch auch Annika Roloff, die im Bundesleistungsstützpunkt Potsdam bei Stefan Ritter trainiert, könnte für eine Überraschung sorgen.

Bevor sich am Samstagabend die Männer in die höchsten Höhen schwingen, gehört die Anlage noch einmal dem Nachwuchs. Ab 12 Uhr wird der Stabhochsprung-Cup der Schülerinnen und Schüler ausgetragen, begleitet werden die Wettbewerbe wiederum von einem vielseitigen Bühnenprogramm des SC Potsdam.

Große Spannung verspricht ab 17.45 Uhr das internationale Männerspringen: Gleich vier Olympia-Teilnehmer treffen hier aufeinander. Als Favorit geht Piotr Lisek, Olympiavierter in Rio, an den Start. Erst vor wenigen Tagen stellte der Pole in Cottbus mit 5,92 Meter eine neue Hallenbestmarke auf. Dahinter folgen sechs Springer, deren Bestmarken gerade einmal 15 Zentimeter auseinanderliegen. Zudem wird erstmals ein Sportler von den Philippinen in Potsdam dabei sein: der 21-jährige Ernest John Obiena hat in dieser Woche noch zugesagt.

 

SPRINGERLISTE

Männer

  1. Piotr Lisek, POL, Hallenbestleistung: 5,92m
  2. Hendrik Gruber, GER, Hallenbestleistung: 5,75m
  3. Karsten Dilla, GER, Hallenbestleistung: 5,73m
  4. Ivan Horvat, CRO, Hallenbestleistung: 5,63m
  5. Rasmus W. Jørgensen, DEN, Hallenbestleistung: 5,63m
  6. Robert Renner, SLO, Hallenbestleistung: 5,62m
  7. Florian Gaul, GER, Hallenbestleistung: 5,60m
  8. Tom Konrad, GER, Hallenbestleistung: 5,51m
  9. Marvin Caspari, GER, Hallenbestleistung: 5,50m
  10. Ernest John Obiena, PHL, Hallenbestleistung: 5,40m
  11. Jakob Köhler-Baumann, GER, Hallenbestleistung: 5,40m

Frauen

  1. Romana Malacova, CZE, Hallenbestleistung: 4,62m
  2. Michaela Meijer, SWE, Hallenbestleistung: 4,60m
  3. Malin Dahlström, SWE, Hallenbestleistung: 4,52m
  4. Annika Roloff, GER, Hallenbestleistung: 4,46m
  5. Anjuli Knäsche, GER, Hallenbestleistung: 4,43m
  6. Friedelinde Petershofen, GER, Hallenbestleistung: 4,33m
  7. Regine Kramer, GER, Hallenbestleistung: 4,30m
  8. Kamila Przybyla, POL, Hallenbestleistung: 4,30m
  9. Rebeka Silhanova, CZE, Hallenbestleistung: 4,26m
  10. Lilli Schnitzerling, GER, Hallenbestleistung: 4,25m
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