Dem Favoriten zeitweise die Stirn geboten

Potsdams Cheftrainer Davide Carli überraschte am Mittwochabend in der Partie gegen den amtierenden Deutschen Meister, SSC Palmberg Schwerin mit einer neuen Startaufstellung und konnte dem Favoriten damit zumindest zeitweise die Stirn bieten. Dennoch verloren die Potsdamerinnen mit 0:3 (17:25; 16:25, 22:25).

Ljubica Kecman lief am Mittwochabend im blauen Trikot der Libera auf. Damit überraschte Cheftrainer Davide Carli nicht nur die SC Potsdam Fans sondern sicherlich auch den Gegner aus Schwerin. „Ich wollte Sophie eine Pause geben und Ljubi war bereit für diese neue Rolle. Wir haben das System die Woche über vorbereitet und ich war mit der Leistung zufrieden“, gab Charlie nach der Partie zu Protokoll. Auch auf der Mittelblocker-Position gab es eine Veränderung im Vergleich zur bisherigen Saison. Die erst 17-jährige Natalie Wilczek kam zu ihrem zweiten Starting-Six-Debüt, machte ihre Aufgabe hervorragend und durfte über die komplette Spielzeit durchspielen. Dafür blieb Lisa Gründing auf der Bank.

Zwei Veränderungen, die zugleich – trotz der auf dem Papier deutlichen 0:3-Niederlage, zu einem starken Auftritt der Potsdamerinnen führten. Im ersten Satz hielten sie bis zu 6:8 mit den hochfavorisierten Schwerinerinnen gut mit. Beim 10:16 konnte sich das Team um Trainer Felix Koslowoski dann allerdings schon deutlich absetzen. Davide Carli reagierte und brachte mit Antonia Stautz für Natasas Cikiriz eine neue Variante in der Annahme ins Spiel. Mit starken Aufschlägen arbeiteten sie sich mühsam auf 15:19 heran, doch der Abstand war zu groß und die Klasse des Gegners an diesem Tag zu hoch, als dass man den Satz noch umbiegen hätte können. Mit einem Angriff direkt in den Schweriner Block endete der erste Satz beim 17:25.

Auch im zweiten Satz zog Schwerin schnell auf 3:8 davon. Doch unter frenetischem Applaus schafften es die Potsdamerinnen beim 8:8 auszugleichen und sogar mit 9:8 die Führung, wenn auch nur sehr kurzzeitig zu übernehmen. Da bei Schwerin an diesem Tag alle zu klappen schien, bogen sie das Spiel in kürzester Zeit erneut zu ihren Gunsten um: 9:12 und 11:16 waren die Zwischenstände, die letztendlich im 16:25-Satzgewinn für den Gegner endeten.

Von dem 2-Sätze-Rückstand unbeeindruckt kämpften die SC-Mädels auch im dritten Satz weiter und gingen zunächst mit 3:0 und 6:5 in Führung. An der Moral scheiterte es an diesem Abend nicht. Doch der Gegner war einfach zu stark. Beim 7:8 holte sich Schwerin die Führung wieder auf seine Seite. Doch Potsdam blieb dran. Trotz einer Auszeit von Felix Koslowski glich die Carli-Truppe beim 13:13 aus. Eine gute Phase des SSC führte zum 20:15 aus Schweriner Sicht. Doch erneut zeigte Potsdam Kampfesgeist und hielt den Satz bis zum Schluss spannend. Die 1.285 Zuschauer in der MBS-Arena hofften so sehr auf einen Satzgewinn, doch ein aggressiv gesetzter Aufschlag von der starken Marta Drpa, die an diesem Abend mit 22 Punkten herausstach, landete im Netz und beendete das Spiel frühzeitig.

„Ich bin traurig, dass wir wieder 0:3 verloren haben“, sagte SC-Trainer Davide Carli. „Aber mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Das Training unter der Woche lief gut, die Moral und Einstellung hat auch heute im Spiel gestimmt, nur Schwerin war heute echt gut. Jeder Ball war perfekt.“

Diese positive Stimmung sollten die Potsdamer Spielerin unbedingt mit ins nächste Match nehmen. Am Mittwoch, dem 7. Februar treten sie beim VC Wiesbaden an. Auch dieses Spiel wird wieder live ab 19 Uhr von Sport1 übertragen.

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