In blau zum Sieg gegen Erfurt

Endlich. Mit einem 3:0-Sieg (25:18; 25:12; 25:19) gegen Schwarz-Weiß Erfurt konnten sich die Spielerinnen des SC Potsdam am Samstag das eigene Weihnachtsgeschenk in Form von drei Punkten vorträglich unter den Baum legen.

Mit lediglich neun Spielerinnen ist Trainer Davide Carli gegen den Tabellenvorletzten in der heimischen MBS-Arena angetreten. Die beiden Nachwuchstalente Emilia Weske und Natalie Wilczek fehlten, weil sie mit der 2. Mannschaft in der 3. Liga in Hamburg im Einsatz waren und ebenso einen wichtigen 3:1-Sieg feiern konnten. Antonia Stautz, die im Sommer von SW Erfurt nach Potsdam wechselte, ereilt in dieser Woche ein schweres Familienunglück. Ihr Vater ist auf tragische Weise ums Leben gekommen. Deswegen begann die Partie am Samstagabend auch mit einer Schweigeminute.

Ebenso emotional begannen die Potsdamerinnen die Partie und fanden zunächst nicht wirklich in ihr Spiel. Mit 1:4 lagen sie zunächst zurück und bis zum 16:15 gelang es ihnen trotz Überlegenheit nicht, den Gegner wirklich abzuschütteln. Dann kamen sie aber immer besser ins Spiel und gewannen auch den ersten Satz mit 25:18.

Der zweite Satz war mit 25:12 lediglich eine Pflichtaufgabe. Und auch den dritten Satz konnte der SC Potsdam deutlich für sich verbuchen. Beim 25:18 war das Spiel nach lediglich 70 Minuten beendet. Mit 15 Punkten wurde Mittelblockerin Lisa Gründing nach der Partie vom Gästetrainer Jonas Kronseder zur wertvollsten Spielerin gewählt. Marta Drpa und Ivona Svobodnikova holten jeweils 12 Punkte.

„Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und in der Woche erarbeitet haben“, sagte Davide Carli und freute sich mit seinen Spielerinnen. „Wir haben vom ersten bis zum letzten Punkt unser Spiel durchgezogen.“ Auch Teammanager Toni Rieger freute sich über den Sieg: „Wir waren klar überlegen und der Erfolg sollte den Mädels Selbstvertrauen geben.“

Dank den drei Punkten und der gleichzeitigen Niederlage der Vilsbiburgerinnen gegen Stuttgart ging es für Potsdam sogar einen Tabellenplatz nach oben. Als Tabellensiebter haben sie nun fünf Punkte Rückstand auf Aachen auf Platz sechs.

Nach dem schlechten Saisonbeginn mit vier Niederlagen wurden einige Dinge im Team verändert. Das Athletiktraining wurde etwas umgestellt und auch in der Partie gegen Erfurt traten die Spielerinnen anders als sonst in den blauen Trikots statt den roten Heimtrikots an. Mit Erfolg. Im nächsten Auswärtsspiel in Vilsbiburg am 27. Dezember sind standardmäßig sowieso wieder die blauen Auswärtstrikots im Einsatz. Hoffentlich auch dann mit Erfolg.