Verloren, aber Reaktion gezeigt in Aachen

Mit 2:3 (22:25; 25:23; 25:23, 18:25; 8:15) unterlag der SC Potsdam am Sonntagnachmittag den Ladies in black Aachen und konnte sich damit lediglich mit einem Punkt nach dem schwachen Heimauftritt gegen Münster rehabilitieren.

„Es war auf jeden Fall eine Verbesserung zum Münsterspiel“, fasst Cheftrainer Davide Carli zusammen. „Wir haben in Schwerin verloren, haben gegen Münster ein ganz schlechtes Spiel gemacht. Dann verlieren wir auch in Aachen den ersten Satz und man dachte schon, oh Gott, das wird eine Katastrophe. Aber die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt und gegen eine ganz starke Aachener Mannschaft zwei gute Sätze gespielt.“

Carli vertraute auf dieselbe Starting-six wie zuletzt: Marta Drpa, Ivona Svobodnikova, Lisa Gründing, Natasa Cikiriz, Ljubica Kecman und Libera Sophie Dreblow. Vor dem Spiel forderte Carli von seinen Spielerinnen eine andere Einstellung als bei den letzten beiden Spielen in Schwerin und gegen Münster. Dies zeigten ihm Svobodnikova und Co. auch und spielten mit viel Herz und Einsatz in der Sporthalle Neuköllner Straße. Von Anfang an entwickelte sich das vorhergesagte Spiel auf Augenhöhe. Die Führungen wechselten stetig, doch zeigte Aachen im ersten Satz den längeren Atem und holte mit 25:22 den ersten Satzpunkt auf seine Seite.

Ein ähnlich spannender Spielverlauf zeigte sich im zweiten Durchgang, dieses Mal jedoch mit dem glücklicheren Ende für Potsdam, das beim 25:23 jubeln durfte und nach Sätzen ausglich. Schnell lag das Carli-Team dann im dritten Satz jedoch mit 1:6 hinten. Ein couragierter und wacher Auftritt von Kapitänin Ivona Svobodnikova, die in ihrer alten Wirkungsstätte auch als wertvollste Spielerinnen ausgezeichnet wurde, mit drei geblockten Bällen ließ das Potsdamer Team wieder aufwachen und zum 6:6 ausgleichen. Fortan kämpften sie aufopferungsvoll um jeden Ball und standen auch im Block sehr gut. Beim 24:20 war der zweite Satzgewinn in erreichbarer Nähe, doch erst der vierte Satzball konnte von Ljubica Kecman zum 25:23 verwandelt werden.

Mit cleveren Wechseln im vierten Satz stellte Aachens Trainerin Saskia van Hintum das SCP-Team vor eine neue Herausforderung. Obwohl Potsdam zunächst mit 3:0 in Führung ging, hieß es zur ersten technischen Auszeit bereits 6:8. Anschließend kamen die Gäste nicht mehr als auf drei Punkte heran und mussten Aachen beim 18:25 den Vortritt lassen. Der Tiebreak musste entscheiden.

Aachen konnte seinen Lauf fortführen und ließ Potsdam keine Chance. Auch die Wechsel von Anne Hölzig für Ljubica Kecman und Marie Knauf für Denise Imoudu brachten nicht die nötige Wende. So ging die Partie nach zweieinhalb Stunden mit 8:15 verloren.

„Im vierten Satz haben wir unsere Sicherheit verloren. Wir haben zu inkonstant gespielt. Am Ende hatte Aachen mehr Kraft, aber die Reaktion meiner Mannschaft war gut und sie haben auch guten Volleyball gespielt. Jetzt müssen wir weiterarbeiten“, so Davide Carli.

Mit drei Punkten aus vier Spielen finden sich die Potsdamerinnen aktuell auf dem achten Platz der Bundesliga-Tabelle wieder. In der vergangenen Saison, die der SC Potsdam als Hauptrundenvierter abschloss, standen zum selben Zeitpunkt sechs Punkte auf dem Konto. „Die Saison ist noch lang. Ich hoffe, es kommen noch bessere Zeiten“, sagt der Coach.

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