Potsdam holt lang ersehnten 3:0-Sieg

Bis zum letzten Heimspiel der Hauptrunde musste der SC Potsdam auf einen 3:0-Sieg in der Volleyball-Bundesliga warten. Am Samstagabend gelang der deutliche Sieg dann endlich gegen den VfB Suhl in der heimischen MBS-Arena. „Zum Glück. Endlich mal ein 3:0“, sprach Zuspielerin Ann-Marie Knauf allen Spielerinnen und dem Trainerteam nach dem Abpfiff aus der Seele. „Wir haben es schon so oft vor einigen Spielen gesagt, dass wir 3:0 gewinnen wollen. Dieses Mal hat es niemand ausgesprochen, aber alle wollten es.“

Und das sahen die 1021 Zuschauer auch: Die Aufmerksamkeit war von Anfang an bei allen Spielerinnen da. In der Annahme standen sie sicher, die Blockarbeit funktionierte prima und im Angriff agierten sie variabel. Trainer Davide Carli begann mit Ljubica Kezcman und Roslandy Acosta auf der Annahme/Außen-Position, Marta Drpa auf Diagonal, Ivona Svobodnikova und Wiebke Silge im Mittelblock und für die angeschlagene Denise Imoudu ließ Carli Ann-Marie Knauf von Anfang an spielen. „Denise war schon im Spiel gegen Aachen leicht erkältet und musste am Donnerstag und Freitag mit dem Training aussetzen. Somit habe ich mit Ann-Marie begonnen. Und sie hat es richtig super gemacht“, erklärte der Coach, der sonst mit Einzellob sehr zurückhalten ist.

Im ersten Satz setzten sich die Potsdamerinnen durch ihr variables Angriffsspiel – mal kamen die Bälle lang auf die außen, mal griff Ivona Svobodnikova schnell über die Mitte an – schnell mit 8:4 ab. Auch zur zweiten technischen Auszeit war der Vorsprung mit 16:9 komfortabel. Sodass der erste Satz nie in Gefahr geriet und mit 25:17 klar an die Hausherrinnen ging.

In Durchgang zwei agierten die SCP-Mädels ähnlich souverän. Mit 8:3 fiel der erste Zwischenstand sogar noch deutlicher aus, als im Satz zuvor. Davide Carli wechselte für die leicht verletzte Roslandy Acosta, die kurz zuvor umgeknickt war, Anne Hölzig ein. Auch sie machte ihren Job so gut, dass er sie bis zum Satzende im Spiel ließ. Beim 20:19 kam Suhl noch einmal dicht heran, aber der Willen auf einen klaren Sieg war bei den Potsdamerinnen an diesem Abend so deutlich, dass sie mit 25:19 den Sack dann klar zumachten.

Der dritte Satz war lange ausgeglichen. Suhl kämpfte um jeden Ball und holte unmöglich erscheinende Bälle wieder zurück ins Spiel. Eine hervorragende Abwehr lieferten die Gäste. Doch anders als bisher in der Saison, zeigten auch die Potsdamerinnen viel Leidenschaft und Emotionen und ließen auch beim 8:11-Rückstand nicht die Köpfe hängen, sondern kämpften weiter. Bis zum 24:24 war das Ende offen, dann machten die Carli-Schützlinge den 3:0-Sieg mit 26:24 fest.

„Einfach cool“, brachte es Ann-Marie Knauf nach dem Abpfiff auf den Punkt. Erleichtert, glücklich und zufrieden über den ersten Zu-Null-Sieg der Saison geht es nun gestärkt in die letzten zwei Auswärtsspiele in Erfurt und Stuttgart, ehe die Viertelfinal-Spiele warten.

Präsentiert hat das Spiel unser Gesundheitspartner, die AOK Nordost.

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