Spiel gegen Wiesbaden in der Crunchtime verloren

Mit 1:3 (25:22; 24:26; 17:25; 22:25) unterlag der SC Potsdam am Sonntagabend im Heimspiel dem VC Wiesbaden. Dabei mussten sich die Gastgeberinnen in Satz 2 und 4 jeweils erst in der Satzendphase geschlagen geben.

Cheftrainer Davide Carli begann mit der gewohnten Starting Six: Marta Drpa, Ivona Svobodnikova und Lisa Gründing, Denise Imoudu, Ljubica Kecman und Natasa Cikiriz sowie Libera Sophie Dreblow. Mit Selbstvertrauen dank des jüngsten Pokalsieges gegen Straubing in die Partie gestartet, begann der SC Potsdam souverän und spielstark. Druckvolle Aufschläge zwangen den Gegner aus Wiesbaden immer wieder zu Fehlern in der Annahme. Ein stabil stehender Block brachte die gegnerischen Angreiferinnen zur Verzweiflung. Zur ersten technischen Auszeit lag die Carli-Truppe zwar noch mit 7:8 knapp hinten, doch über 16:14 und 23:17 sicherten sie sich im ersten Durchgang noch beim 25:22 den ersten Satzpunkt. Dabei benötigte Potsdam auch hier schon vier Satzbälle, um den Sack zuzumachen.

Auch Durchgang zwei verlief lange Zeit auf Augenhöhe, die Führungen wechselten stetig. Potsdams Trainer Davide Carli nahm frühzeitig beim 1:4-Rückstand eine Auszeit und brachte sein Team wieder auf die Bahn. Die Zwischenstände 13:9 und 17:14 ließen große Hoffnung auf den zweiten souveränen Satzpunkt aufkommen. Doch Wiesbaden kämpfte weiter um jeden Ball und so gelang es dem SC Potsdam nicht beim 24:22 den letzten entscheidenden Punkt zu machen. Im Gegenteil mehrere Eigenfehler und eine stark kämpfende Wiesbadener Sechs drehten den Satz noch zum 24:26. Ein Knackpunkt im souveränen Potsdamer Spiel.

Im dritten Satz dominierten die Wiesbadenerinnen. Besonders in der Defensive wackelte nun das Potsdamer Spiel. Die Wechsel von Anne Hölzig, die für Natasa Cikriz ins Spiel kam und Antonia Stautz, die Ljubica Kecman ersetzte brachten zwar neuen Schwung, doch der Abstand war beim 9:16 bereits sehr groß. Beim 12:20 glaubte wohl so Recht keiner der 1.217 Zuschauer in der MBS-Arena mehr an den Potsdamer Satzgewinn. Beim 17:25 ging auch dieser Satz an den VCW.

Anne Hölzig, die nach der Partie von Gästetrainer Dirk Groß als wertvollste Spielerin gewählt wurde bleib für Natasa Cikirz im Spiel. Mit 5:3 startete der SC Potsdam wieder gut in den Satz. Doch wieder war es eine unkonzentrierte Satzendphase, die Potsdam um den Lohn brachte. Bis zum 22:21 führten sie, doch auch zwei Auszeiten von Coach Davide Carli brachten nicht den erwünschten Kampfeswillen und so siegte Wiesbaden auch in dieser Crunchtime und holte sich beim 25:22 den Drei-Punkte-Sieg.

Davide Carli resümierte kurz und knapp nach der Partie: „Wir müssen hart weiter arbeiten mit dieser jungen Mannschaft.“ Manchmal schien ein sogenannter Leitwolf zu fehlen, eine, die in schwierigen und entscheidenden Phasen vorangeht und ihre Mitspielerinnen mitzieht. Dass sie Volleyball spielen können, haben sie gezeigt, aber Stabilität und Durchschlagskraft bis zum letzten Punkt fehlten am Sonntag.

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