Volleyballerinnen unterliegen in Stuttgart

MAZ – Wenn das schon die Generalprobe für die Playoffs sein sollte, dann ging die Vorstellung des SC Potsdam am Sonntag gründlich daneben. Das Team von Trainer Davide Carli unterlag vor 1780 Zuschauern beim MTV Stuttgart glatt mit 0:3 (16:25, 20:25, 14:20).

Während die Potsdamerinnen auf Platz acht verharren, feierten die Gastgeberinnen nach dem 3:0 gegen den VC Olympia Berlin den zweiten Erfolg des Wochenendes binnen 24 Stunden und festigten Rang eins. Damit könnte es auch im Viertelfinale ab 17. März zum Duell Stuttgart gegen Potsdam kommen.

Nur im zweiten Satz länger mitgehalten

Carli sagte dazu: „Das ist jetzt sehr wahrscheinlich. Stuttgart hat sich mit diesem Erfolg zu 90 Prozent Rang eins gesichert. Aber dieses Spiel wird mit dem Viertelfinale nicht zu vergleichen sein. Playoffs sind etwas ganz anderes.“ Der Italiener bleibt mutig.

Denn seine Mannschaft bot am Sonntag eine schwache Vorstellung, hatte kaum eine Chance gegen die mit Nationalspielerinnen gespickten Stuttgarterinnen. Im ersten Satz lag der SC schnell mit 6:16 zurück, da brachten auch drei Punkte in Folge keine Wende. Im zweiten Satz hielten die Potsdamerinen die Partie wenigstens bis zur zweiten technischen Auszeit (14:16) offen, ehe die Gastgeberinnen davonzogen. In Durchgang drei stellten sie dann die Weichen über 11:4 und 16:7 rasch auf Sieg.

Drpa mit 18 Punkten

Carli hatte in den ersten beiden Sätzen mit Ljubica Kecman auf der Libero-Position agiert, kehrte erst im dritten Satz zum bis dato praktizierten Wechsel mit Sophie Dreblow zurück. Auch im Zuspiel kam mal Denise Imoudu, mal Ann-Marie Knauf zum Zuge. „Aber wir hatten nicht die Qualität im Kader, um Stuttgart ernsthaft Paroli bieten zu können“, gestand Carli. Diagonalangreiferin Marta Drpa verhinderte mit 18 Punkten ein noch schnelleres Ende als nach 69 Minuten.

Der 34 Jahre alte Coach meinte beim Blick auf die Statistik: „Unsere Annahme war nicht so schlecht, aber Stuttgart deutlich besser.“ Insbesondere im Block brachten die Potsdamerinnen wenig zustande, auch im Aufschlag gab es wieder zu viele Fehler (11). „Mein Hauptkritikpunkt ist, dass zu wenig Aggressivität vorhanden war. Wir haben zu wenig gekämpft“, monierte Carli. „Und dann war zu viel Chaos auf dem Feld. Selbst einfache Dinge haben nicht funktioniert. Wir haben es nicht verstanden, das Spiel geordnet aufzubauen. Da stimmte auch das Zuspiel nicht.“

Kurzum, der Tabellenführer erteilte den Potsdamerinnen eine gründliche Lektion. Ziel, so Carli, sei es weiter, aus den verbleibenden drei Hauptrundenspielen möglichst neun Punkte zu holen, um vielleicht doch noch Rang sieben zu erreichen und Stuttgart als Viertelfinalgegner zu vermeiden.

Von Peter Stein