Zwei zum Zweiten

Am 2. Advent gingen die Basketballer des SC Potsdam zum zweiten Mal in dieser Saison in der Bezirksliga Süd an den Start. Auf dem Programm standen die beiden Spiele gegen den Lokalrivalen und Gastgeber Kings&Queens 4 sowie den Tabellenführer WSG Fürstenwalde 2. Selbige starteten in den Spieltag, wobei sich die WSG klar mit 66:36 gegen K&Q durchsetzen konnte.

Der Sieger dieser Partie war dann auch der erste Gegner des SCP – mithin ein Team, gegen das man in den letzten Jahren trotz guter Leistung nicht gewinnen konnte. Auch diesmal gingen die Fürstenwalder wieder in Führung und legten ein 16:10 nach dem ersten Viertel vor. Business as usual? Mitnichten!  Potsdam blieb im Spiel und kam zur Halbzeit bereits bis auf einen Punkt heran (22:23). Mit kontinuierlich steigender Punkteausbeute führte der SC Potsdam dann nach dem dritten Viertel mit 40:36. Daraus entwickelte sich ein hochspannender und sehenswerter finaler Spielabschnitt. Fürstenwalde ging direkt mit Druck ans Werk und wieder in Führung, Potsdam schlug mit zwei Drei-Punkte-Spielen zurück. Das Aufeinandertreffen wogte hin und her, bis sich eine knappe Minute vor Schluss durch Freiwürfe und den einzigen Potsdamer Dreier eine Acht-Punkte-Führung ergab. Das sollte aber nicht das Ende sein. Denn die erfahrenen und abgezockten Reifenstädter konterten wieder schnell und eiskalt. Sekunden vor dem Abpfiff wurde ihr bester Werfer dann auch noch beim Dreier gefoult, wodurch sich für die WSG an der Freiwurflinie die Chance auf den Ausgleich und die Verlängerung ergab. Doch nur der zweite Freiwurf saß. Der dritte musste somit an den Ring geworfen werden, um über einen Offensiv-Rebound noch einen Wurf generieren zu können. Das misslang, sodass ein hochumjubelter 65:63-Sieg für Potsdam zu Buche stand.

Nach diesem emotionalen Highlight hieß es „Runterfahren“ und sich auf das zweite Spiel gegen die Legenden der Kings&Queens zu konzentrieren. Die Coaches entschieden sich daher, mit der zweiten Garde zu starten. Demzufolge gestaltete sich der Beginn etwas zäh, ein mageres 8:6 stand nach dem ersten Viertel auf der Anzeigetafel. Im zweiten Viertel fand der SCP besser ins Spiel und konnte mit 26:18 in die Halbzeit gehen. Insofern wollte das Team im 3. Viertel sofort für klare Verhältnisse sorgen. Der Plan schien anfangs aufzugehen. Doch mit zunehmender Spieldauer schrumpfte das 10-Punkte-Polster. Defensiv bekam man keinen Zugriff mehr auf die Legenden, die nun auch hochprozentig trafen. Zwar ließ auch die offensive Schlagkraft des SC Potsdam nicht nach, der Krimi wurde jedoch elf Sekunden vor Schluss durch einen Dreier der Legenden eingeläutet. Dieser war nämlich gleichbedeutend mit dem 59:59-Ausgleich. In der Auszeit wurde ein entsprechendes Play besprochen, das erst im zweiten Anlauf zur Umsetzung kam. Der Drive konnte nur mit einem Foul gestoppt werden und brachte den SCP an die Freiwurflinie. Der zweite Wurf saß und es stand mit 1,1 Sekunden auf der Uhr 60:59 für SCP-Basketballer. Auszeit Kings&Queens, Konfusion beim SCP danach auf dem Spielfeld – zum Glück konnte der sechste Mann (!) rechtzeitig vor Ballübergabe vom Feld sprinten, sodass der Pfiff und das logische technische Foul ausblieben. Der letzte Einwurf blieb dann an der Verteidigung hängen, der Sieg war gerettet.

Mit den zwei Siegen springt der SC Potsdam punktgleich mit den Kings&Queens 2 auf Tabellenplatz drei. Selbige sind am kommenden Wochenende zusammen mit dem Eisenhüttenstädter BV 2 Gegner, wenn der ursprünglich für den 19. November vorgesehene 3. Spieltag nachgeholt wird. Gespielt wird um 12:30 Uhr und um 14:15 Uhr in der Sporthalle Kurfürstenstraße.

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Foto: Zwei Siege am 2. Advent für die Basketballer des SC Potsdam (Quelle: SC Potsdam)

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