Ordentliche Vorstellung gegen den UHC Sparkasse Weißenfels: Der SC Potsdam bietet dem amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger über weite Strecken Paroli. Ein starkes zweites Drittel der Gäste aus Sachsen-Anhalt machte am Ende den Unterschied. Weißenfels gewann in der Da-Vinci-Sporthalle mit 5:2 (1:1, 3:0, 1:1).
Für die Floorballer des SC Potsdam dürfte es wohl die bisher größte Bewährungsprobe in der 1. Bundesliga gewesen sein. Der Aufsteiger ging jedenfalls gegen den 17-maligen Deutschen Meister sehr konzentriert in die Partie. Gegen die stark pressenden Gäste gelang Jere Hiironen – nach schnellem Konter und Zuspiel von Henry Mettovaara – in der 14. Minute die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente SCP-Führung. Doch dann hatte Weißenfels ein wenig Glück. In der 18. Minute bekam Lasse Englund, der zuvor von Johannes Voigt über die Bande gedrängt worden war, eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Reklamierens. Eine unglückliche Entscheidung – mit Folgen für die Gastgeber: Denn Max Gäbler gelang für Weißenfels zwei Sekunden vor dem Drittelende in Überzahl per Nachschuss der 1:1 Ausgleich.
Potsdam schien zu Beginn des zweiten Durchgangs durch den Gegentreffer noch immer geschockt. Weißenfels schien das zu spüren. Nach nur 50 Sekunden des zweiten Drittels legte Florian Böttcher den Ball fein für Julius Teichert auf, der zum 2:1 für die Gäste traf. Und der Double-Gewinner legte nicht einmal eine Minute später nach: Niklas Blanke erzielte das 3:1. In der Folge agierte Potsdam wieder stabiler. Das 1:4 durch Florian Böttcher (33. Minute) konnten die Gastgeber dennoch nicht verhindern.
Im Schlussdrittel hatte der SC Potsdam seine zwischenzeitliche Verunsicherung abgelegt. Gegen die routiniert aufspielenden Gäste versuchte das Team von Spielertrainer Atte Ronkanen noch einmal, den Druck zu erhöhen. Mettovaara gelang nach knapp fünf Minuten nach einem Alleingang der Anschlusstreffer zum 2:4. Und so schien es für einen kurzen Moment, als könnte es noch einmal spannend werden. Doch der Tsche Pavel Linhart machte die SCP-Hoffnungen nicht einmal eine Minute später zunichte: Nach Ballverlust von Ronkanen lief er allein auf Goalie Vallee zu und versenkte die 72 Millimeter große Kugel zum 5:2 im Netz. In den Schlussminuten erhöhte Potsdam noch einmal das Risiko und nahm zeitweise Goalie Vallee vom Feld, um in der Offensive eine Überzahl zu erzeugen. Doch am Ergebnis änderte sich nichts.
Durch den Auswärtssieg schob sich Weißenfels auf Platz eins der Hauptrundentabelle vor. Der SC Potsdam ist aktuell Neunter.
Ergebnis: 2:5 (1:1, 0:3, 1:1); Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 1:3, 1:4, 2:4, 2:5
Starting Six Potsdam: Quentin Vallee, Simon Janiszewski, Jere Hiironen, Henry Mettovaara, Atte Ronkanen, Janne Makkonen
Starting Six Berlin: Josef Linke, Tim Böttcher, Phillip Weigelt, Niklas Janne Blanke, Daniel Peterson, Max Gäbler
Zuschauer: 150
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Foto: Henry Mettovaara erzielte bereits sein zehntes Tor für den SC Potsdam in der 1. Floorball-Bundesliga (Bildquelle: Gerhard Pohl)