Tore satt, Dramatik pur und hohes Tempo: Das Brandenburg-Berlin-Derby in der 3. Runde des FD-Pokals hat gehalten, was es vorher versprochen hat. Vor über 300 Zuschauern setzte sich der SC Potsdam am Ende mit 10:8 (4:3, 2:1, 4:4) gegen die Berlin Rockets durch. Dabei präsentierten sich die Gastgeber in der MBS Arena vor allem in den entscheidenden Momenten immer wieder hellwach.
So stocherte Kapitän Jonas Henschler den Ball bereits in der 3. Minute erstmals ins Tor von Rasmus Gley. Und der Goalie der Berliner musste in der 7. (Simon Janiszewski) und 12. Minute (Henschler) gleich wieder hinter sich greifen. Doch dann fanden die Rockets besser in die Begegnung. Direkt nach der 3:0-Führung der Gastgeber gelang Tim Sigmund der 1:3-Anschlusstreffer. Nach zwei Toren von Vincent Jordan (15. und 18. Minute) hieß es am Ende des ersten Drittels nur noch 4:3 für Potsdam.
Zwar erholte sich das Heimteam von diesen Rückschlägen und zog durch das 6:3 von Henry Mettovaara (33.) erneut mit drei Treffern davon, doch entschieden war die Partie längst noch nicht. Denn am Ende des zweiten Drittels erhielt Potsdam gleich zwei Strafen: Janiszewski musste aufgrund eines Stockschlags raus, David Mix aufgrund eines Wechselfehlers. Die doppelte Überzahl nutzte der frühere SCP-Spieler Eemil Laube schon nach 14. Sekunden, sodass die Rockets zur Pause nur noch mit 4:6 hinten lagen.
In der ersten Minute des dritten Drittels – bei Potsdam saß Mix noch auf der Strafbank – gelang wiederrum Laube das 5:6. Nachdem Oliver Andersson in der 43. Minute dann auch noch das 6:6 gelang, schien aus Sicht der Gäste alles möglich zu sein. Doch danach überschlugen sich die Ereignisse: Janne Makkonen (44. Minute), Erik Brosius (48. Minute) und Anton Sehorcz (50. Minute) trafen zu einem guten Zeitpunkt für Potsdam und stellten den klaren Vorsprung wieder her. Berlin erhöhte in der Schlussphase den Druck – nahm immer wieder Goalie Gley vom Feld, um im Angriff ein Überzahl-Spiel zu erzeugen. Am Ergebnis änderte das allerdings nicht mehr viel. Zum Schluss hieß es 10:8 für den SC Potsdam.
Als wertvollste Spieler wurden hinterher Oscar Galow (Potsdam) und Anton Weyrauch (Berlin) ausgezeichnet.
Ergebnis: 10:8 (4:3, 2:1, 4:4) für Potsdam; Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0, 3:1, 4:1, 4:2, 4:3, 5:3, 6:3, 6:4, 6:5, 6:6, 7:6, 8:6, 9:6, 9:7, 10:7, 10:8
Starting Six Potsdam: Quentin Vallee, Simon Janiszewski, Jere Hiironen, Henry Mettovaara, Martin Hoffmann, Janne Makkonen
Starting Six Berlin: Rasmus Gley, Oliver Doyle Andersson, Domenick Rotgang, Marten Bonk, Tim Sigmund, Luca Invernizzi
Zuschauer: 304
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Foto: Oscar Galow zeigte einmal mehr eine gute Partie auf Potsdamer Seite (Bildquelle: Jona Kuhle)