Am Sonntag, dem 10. November, fand ein weiteres Spitzenspiel in der 2. Bundesliga der Floorballer statt. Der SC Potsdam, als aktueller Tabellenführer, empfing den zweitplatzierten USV Halle Saalebiber in der heimischen Halle. Beide Mannschaften hatten in der laufenden Saison jeweils nur eine Niederlage verzeichnet, sodass es in dieser Begegnung um die Verteidigung beziehungsweise Übernahme der Tabellenspitze ging. Potsdam trat mit voller Besetzung und hochmotiviert an.
1. Drittel
Das erste Drittel begann hart umkämpft. Halle dominierte zunächst den Ballbesitz, konnte jedoch keine zwingenden Torchancen herausspielen. Potsdam setzte auf schnelle Konter und war so immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Nach einem Passfehler von Potsdam nutzte Halle einen schnellen Konter und erzielte das 1:0. In der zweiten Hälfte des Drittels übernahm Potsdam zunehmend die Kontrolle. Das Team erspielte sich zahlreiche Chancen und konnte in der 13. Minute durch Anton Sehorcz ausgleichen. Sehorcz hatte in jedem bisherigen Saisonspiel getroffen und zeigte erneut seine Treffsicherheit. Trotz weiterer hochkarätiger Gelegenheiten blieb es beim 1:1 bis zur Drittelpause.
2. Drittel
Potsdam wollte den Schwung mitnehmen, wurde jedoch bereits in der ersten Minute des zweiten Drittels gestoppt, als Halle auf 2:1 erhöhte. Es dauerte eine Weile, bis Potsdam wieder den Ausgleich schaffte: Pascal Dubail traf und stellte das 2:2 her. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Halle verschaffte Potsdam die Chance, erstmals in Führung zu gehen, doch die Überzahl blieb ungenutzt. Stattdessen erhöhte Halle in der 11. Minute auf 3:2 und legte drei Minuten später das 4:2 nach. Potsdam musste sich nun dringend stabilisieren, um die Heimserie ohne Niederlage nicht zu gefährden.
3. Drittel
Potsdam kam stark aus der Kabine zurück und verkürzte bereits nach zwei Minuten auf 4:3. Anton Sehorcz bereitete mit einem sehenswerten Lauf das Tor von Jonas Henschler vor. Zwei Minuten später glich Potsdam aus: Simon Janiszewski nahm einen hohen Ball geschickt an und verwandelte ihn direkt, nach Vorlage von Leo Picking. Das Spiel wurde nun ruhiger, da beide Mannschaften Fehler vermeiden wollten. Eine erneute Zwei-Minuten-Strafe gegen Halle verschaffte Potsdam jedoch eine vielversprechende Gelegenheit. In den letzten Sekunden der Überzahl setzte sich Veeti Nieminen durch zwei Spieler hindurch und schoss den Ball aus spitzem Winkel in den oberen rechten Winkel des Tores. Mit dieser Führung zum 5:4 übernahm Potsdam erstmals die Kontrolle über das Spiel. Nur eine Minute später baute Nieminen die Führung nach Vorlage von Atte Ronkanen auf 6:4 aus. Doch Halle zeigte Kampfgeist und machte die Partie neun Minuten vor Schluss mit dem Anschlusstreffer zum 6:5 wieder spannend. Potsdam spielte in der Folge auf Ballbesitz und reduzierte die Anzahl riskanter Konter. Dennoch blieb das Team torgefährlich. Vier Minuten vor Ende erzielte Nieminen seinen dritten Treffer des Spiels, vorbereitet von Simon Janiszewski, und stellte damit den 7:5-Endstand her. In den Schlussminuten setzte Halle auf einen zusätzlichen Feldspieler (Empty Net), doch Potsdam verteidigte souverän und ließ keine weiteren Tore zu.
Mit diesem Sieg sicherte sich der SC Potsdam drei wichtige Punkte und verteidigte erfolgreich die Tabellenführung. Am 16. November steht das nächste Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Quedlinburg an. Dieses Spiel markiert gleichzeitig den Abschluss der Hinrunde und beginnt um 18 Uhr in der Steubenhalle.
Text: Anton Sehorcz
Bild: Jona Kuhle