Bronze für Kristin Pudenz im Diamond League-Finale in Brüssel

Weiter auf WM-Topform-Kurs! Als Dritte im Diskuswerfen (63,73 m) bestätigte Kristin Pudenz (SC Potsdam) nicht nur einmal mehr ihre große Konstanz in diesem Sommer, sondern darf sich über 10.000 US-Dollar Preisgeld freuen. Weiter als die Deutsche Meisterin warfen nur Yaimé Perez (Kuba), die den Diskus im sechsten Versuch auf 68,27 Meter segeln ließ und Olympiasiegerin Sandra Perkovic (Kroatien; 66,00 m). Die weiteren DLV-Starterinnen bei der WM Claudine Vita (SC Neubrandenburg; 62,15 m) und Nadine Müller (SV Halle; 61,39 m) belegten die Plätze fünf und sieben.

Stimmen zum Erfolg

Kristin Pudenz (SC Potsdam)

„Mit Platz drei habe ich im Vorhinein nicht gerechnet. Denn normalerweise sind die beiden Kubanerinnen und Sandra Perkovic eine Klasse für sich. Darum bin ich richtig zufrieden. Ich habe gezeigt, dass ich mich bei guten Weiten stabilisiert habe. Das ist auch wichtig für die WM. Da will ich unter die Top 8 kommen.“

Vorbericht Märkische Allgemeine Zeitung, 06.09.2019, Peter Stein

Potsdam. Kristin Pudenz lebt in einer neuen Welt. Seit einigen Jahren hatte die Diskuswerferin vom SC Potsdam zwar die
Normen für Welt- und Europameisterschaften sowie Olympische Spiele erfüllt, aber weil mindestens drei Deutsche besser
waren, schaute sie sich die Höhepunkte nur vom Fernseher aus an. 2019 ist nun plötzlich alles anders. Mitte Juni durfte die
26-Jährige erstmals an einem Meeting der Diamond League teilnehmen, die Champions League der Leichtathleten. In
Rabat/Marokko wurde sie Siebte. Dann folgte im August der Monat der Kristin Pudenz.
Zu Beginn holte sie sich im Berliner Olympiastadion mit persönlicher Bestleistung von 64,37 Meter den deutschen Meistertitel
und das Ticket für die Weltmeisterschaften im Oktober in Doha/Katar. Am 18. August belegte sie in Birmingham Platz vier
ebenso am 24. August in Paris, wo sie im letzten Versuch wieder 64,37 Meter warf. „Ich hatte vorher eine 62er Weite und
einige ungültige Versuche. Irgendwie kam ich nie richtig in den Wettkampf rein. Da habe ich mir vor dem sechsten
Durchgang gesagt: ,So gehst du nicht aus dem Stadion, du haust jetzt noch mal einen raus.‘ Ich habe dann beim Abwurf
zwar gemerkt, dass es ein guter Versuch wird, aber die 64er Weite hat mich schon überrascht.“
Damit hat sich die Sportsoldatin für das Finale der Diamond League am Freitag in Brüssel qualifiziert. „Wenn ich bei den
Meetings in der Hotel-Lobby oder beim Frühstück den ganzen anderen Leichtathletikstars begegne, dann kommt mir das
tatsächlich noch sehr unwirklich vor. Es ist ein cooles Gefühl, dazu zu gehören.“ Nein, sie träume nicht, sie habe sich das
alles hart erarbeitet, ist sie auch ein wenig stolz auf sich selbst. Bei Diskus-Vizeweltmeisterin Nadine Müller aus Halle/Saale,
die seit Jahren im DL-Zirkus tourt, stoße sie auf offene Ohren, wenn sie mal eine Frage hat bezüglich: „Wie das so läuft bei
solchen Meetings?“ Zufällig haben beide mit Vera Michallek dieselbe Managerin, die zum Beispiel auch Speerwurf-
Europameisterin Christin Hussong oder Sprint-Ass Gina Lückenkemper betreut.
Kristin Pudenz meint: „Ich versuche, das auch ein wenig zu genießen.“ Die Startnummern von den Meetings habe sie sich zu
Hause an die Wand gepinnt. Aus Brüssel will der Schützling von Trainer Jörg Schulte aber nicht nur die Startnummer
mitbringen. Denn das mit Zürich und Brüssel zweigeteilte DL-Finale gilt in der Leichtathletik als großer Zahltag. 50000 USDollar
winken dem Sieger, 20000 gibt es für Platz zwei, 10000 für Platz drei, 6000 für Platz vier, 5000 für Platz fünf. „Ich
denke jetzt nicht an das Geld“, sinniert Kristin Pudenz, die zugibt, sich überhaupt erst nach Rabat erstmalig mit dem Modus
der Diamond League beschäftigt zu haben. „Für mich ist das Finale in erster Linie noch mal ein guter Test für die WM. Denn die da vorn mitmischen, sind auch die Favoriten für die WM.“
Kristin Pudenz zählt sich bewusst nicht dazu. „Für mich wird das alles neu sein. Ich muss mich vor allem auf den Wettkampf und meine Würfe konzentrieren“, sagt sie.
Am besten so wie in Paris oder zuletzt am Dienstag beim World Challenge-Meeting in Zagreb/Kroatien. Dort kam sie wieder auf starke 63,25 Meter und wurde nur von der einheimischen Olympiasiegerin Sandra Perkovic (67,78 m) übertroffen. Kristin Pudenz weiß: „Die Besten sind nicht weit weg.“ Gelingt ihr ausgerechnet in Brüssel der große Wurf, klingelt die Kasse.

Presselinks

Märkische Allgemeine Zeitung: PDF zum Vorbericht

Leichtathletik.de: https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/jackpot-malaika-mihambo-siegt-mit-703-metern/

Nordkurier: https://www.nordkurier.de/sportnachrichten/claudine-vita-wird-fuenfte-in-bruessel-0636666109.html

 

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