Deaflympics: Zweite Medaille für Tessa Lange

Wahnsinn! Tessa Lange vom SC Potsdam hat bei den Deaflympics in Tokio, Japan, die zweite Medaille geholt. Nachdem die 19-Jährige über 100 Meter bereits Bronze gewonnen hatte, ersprintete sie über die 200 Meter sogar Silber! 24,65 Sekunden bescherten der Gehörlosensportlerin am Sonntag eine neue persönliche Bestleistung.

Das Finale über die halbe Stadionrunde war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten: Lange, auf Bahn sechs startend, ging das Rennen schnell an, lag auf der Hälfte der Strecke allerdings schon deutlich hinter der späteren Siegerin Pamera Losange. Die Französen stellte auf Bahn fünf in 23,87 Sekunden einen neuen Deaf-Weltrekord auf. Mit einem beeindruckenden Schlussspurt behauptete Lange allerdings gegen Kristina Kiniaikina (Ukraine; 24,72 Sekunden) und Elaine den Exter (Niederlande; 24,90 Sekunden) den zweiten Rang. Dabei verbesserte sie den Deutschen Rekord, den sie gerade erst am Samstag im Halbfinale mit 24,88 Sekunden aufgestellt hatte, um weitere 23 Hundertstel. Außerdem erzielte Lange mit den 24,65 Sekunden eine neue U20-Euro-Bestmarke. Ihren Vorlauf hatte die SCP-Sprinterin am Freitag in 25,77 Sekunden gewonnen.

Insgesamt schafften es drei Athletinnen des Deutscher Gehörlosen-Sportverbandes ins 200-Meter-Finale: Jelisa Gräf wurde in 25,33 Sekunden Fünfte, Delia Gaede erreichte sechs Hundertstel dahinter Rang sechs.

Am Montag darf Deutschland auf weitere Medaillen hoffen. Denn die 4×100-Meter-Staffel mit Tessa Lange erreichte das Finale. Außerdem steht der Endlauf über 4×400-Meter in Tokio auf dem Programm.

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Foto: Tessa Lange hat in Tokio eine Deaflympics-Silbermedaille gewonnen und ihre persönliche Bestleistung über 200 Meter verbessert (Bildquelle: Moritz Eden/City-Press GmbH)

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