Am 7. Dezember steht der Teltowkanal-Halbmarathon an. Im Interview spricht Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt über die Bedeutung des Events, seine Entwicklung seit der Premiere und die Eindrücke und Herausforderungen, die den Halbmarathon prägen.
Herr Schmidt, was bedeutet dieser Lauf für die Stadt Teltow?
Thomas Schmidt: Der Lauf steht – wie kaum ein anderes Ereignis – für das Zusammenwachsen von Berlin und Brandenburg und damit auch für ein Stück deutsche Einheit im sportlichen Sinne! Es war von Anbeginn von großer Bedeutung, dass sowohl Berlin als auch Teltow dieses Event unterstützen und damit eine gewisse Symbolik dargestellt wird. Nicht zuletzt ist es der Bereich, der uns verbindenden Brücken über den Teltowkanal, der im wahrsten Sinne des Wortes die Läuferinnen und Läufer ‚über sieben Brücken‘ gehen lässt.
Wie hat sich die Veranstaltung seit der Premiere 2004 entwickelt?
Schmidt: In erster Linie ist diese Veranstaltung von Jahr zu Jahr immer weiter professionalisiert worden! Dieser Weg führt sich jetzt unter der Leitung des SC Potsdam fort. Natürlich ist auch die Anzahl der Laufbegeisterten gestiegen und dokumentiert wiederum, dass auch Sport und Politik einen gemeinsamen und verbindenden Charakter haben.
Gibt es ein Erlebnis oder einen Moment aus den vergangenen Jahren, der Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben ist?
Schmidt: Den einen Moment gibt es eigentlich nicht. Vielmehr gibt es viele kleine Augenblicke – besonders die Siegerehrungen nach den Läufen. Sie zeigen immer wieder, mit welchem Enthusiasmus und welcher Begeisterung Sport betrieben wird und wie die Lauf-Community dazu beiträgt, dass Sport und Gesellschaft, insbesondere im Ehrenamtsbereich, hervorragend zusammenwirken.
Gab es im Laufe der Zeit auch Herausforderungen oder unerwartete Situationen?
Schmidt: Besonders herausfordernd war ein Jahr, in dem überraschend von Berliner Seite mitgeteilt wurde, dass die üblicherweise genutzte Knesebeckbrücke über den Teltowkanal den technischen Anforderungen nicht entsprechen würde. Das versetzte alle Beteiligten zunächst in große Sorge. Dennoch gelang es, das Event nicht abzusagen, sondern eine gemeinsame Lösung zu finden – wobei auch hier die Verwaltungen beider Städte gut miteinander zusammengearbeitet haben.
Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft des Teltowkanal-Halbmarathons?
Schmidt: Natürlich wünsche ich mir persönlich, dass der Fortbestand dieser Laufveranstaltung nicht in Frage gestellt wird! Der SC Potsdam ist im Grunde der professionelle Partner, der nunmehr mit allen anderen Verantwortlichen die Veranstaltung weiterentwickelt und professionalisiert. Kurzum: Möge es auch in den nächsten Jahrzehnten möglich sein, den Teltowkanal durch eine Laufveranstaltung zu überqueren.
Und was möchten Sie den Läuferinnen, Läufern und Helfenden in diesem Jahr mit auf den Weg geben?
Schmidt: Ich möchte allen Akteuren und Beteiligten meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Durch ihr unglaubliches ehrenamtliches Engagement wird dieses Event überhaupt möglich. Viele kleine und große Aktivitäten tragen dazu bei, dass wir heute von einer wahren Erfolgsgeschichte sprechen, die seit dem Jahr 2004 geschrieben wird. Mögen alle Helferinnen und Helfer den langen Atem eines Marathonläufers haben, um auch in den kommenden Jahren bereit zu sein, dieses Event an der Berlin-Brandenburgischen Stadtgrenze zu organisieren.
Anmeldungen für den 7. Dezember sind hier möglich. Mehr Neuigkeiten aus der Leichtathletik-Abteilung des SC Potsdam gibt es hier!
Foto: Thomas Schmidt, Bürgermeister der Stadt Teltow (Bildquelle: Stadt Teltow)