Tessa Lange holt mit den Staffeln Gold und Silber!

Zwei Medaillen – Bronze über die 100 Meter und Silber über die 200 Meter – hatte Tessa Lange bei den Deaflympics schon inne. Am Montag belohnte sich die 19-Jährige bei ihren beiden Staffel-Starts erneut: Gold über die 4×100-Meter und Silber über 4×400-Meter. Damit kehrt die Athletin vom SC Potsdam mit vier Medaillen aus Tokio zurück.

Zugegeben: Über die 4×100-Meter war das deutsche Quartett am Nachmittag favorisiert. Schließlich hatten gleich drei Läuferinnen des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes (DGSV) das Einzelfinale über die 400 Meter erreicht. Sheila Schlechter zeigte als Startläuferin eine ordentliche Leistung. Delia Gaede machte Boden gut und übergab den Staffelstab als Dritte auf Tessa Lange. Die Sprinterin vom SC Potsdam rückte nicht nur auf Platz eins vor, sondern sie arbeitete auch einen kleinen Vorsprung heraus. Jelisa Gräf erlaubte sich als Schlussläuferin keinen Patzer. Damit hieß es Gold für Deutschland! Mit 47,06 Sekunden wurde der Weltrekord zwar um ein Hundertstel verfehlt, doch es war die beste Zeit, die eine deutsche Deaf-Staffel über diese Distanz jemals gelaufen ist. Zudem sorgte das siegreiche Team für einen neuen Europarekord. Die Ukraine belegte mit 47,78 Sekunden Platz zwei. Bronze ging mit 48,97 Sekunden an Polen.

Nicht einmal zwei Stunden später stand die 4×400-Meter-Staffel auf dem Programm. Das deutsche Team ging mit einer sehr ungewöhnlichen Formation ins Rennen. Wieder waren Gräf, Gaede und Lange dabei, die bekanntlich kurz zuvor noch über die kürzere Distanz auf Titeljagd gegangen waren. Dazu gesellte sich Fiona Proba, die gerade erst über die 5.000 Meter in Aktion zu sehen war. Deshalb war das, was dann geschah, schier unglaublich. Nach Startläuferin Gräf übergab Proba den Staffelstab als Sechste auf Lange. Die 19-Jährige legte eine Riesen-Aufholjagd hin und brachte das DGSV-Team auf Platz zwei. Der Abstand auf die Ukraine, die am Ende in 3:54,98 Minuten gewann, war riesig. Aber Schlussläuferin Gaede brachte den zweiten Rang immerhin souverän nach Hause. Mit 4:02,09 Minuten holte Deutschland hinter der Ukraine Silber. Kolumbien belegte Rang drei (4:06,86 Minuten). 

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Foto: Tessa Lange holte mit den Staffeln zwei Medaillen (Bildquelle: Moritz Eden/City-Press GmbH)

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