WM Platz 4 für Linke

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Am Freitag, 04.10.2019 sind Potsdams Geher Christopher Linke, Nils Brembach und Hagen Pohle im Finale 20 Kilometer Gehen an den Start gegangen. Christopher Linke erreichte einen sensationellen 4. Platz für Team Deutschland und seinen Verein. Vereinskollege Hagen Pohle wird 16. Nils Brembach musste das Rennen vorzeitig beenden. Im Finale Diskuswerfen erreichte Kristin Pudenz Platz 11. Speerwerferin Annika Marie Fuchs kam mit einem sehr guten Ergebnis leider nicht über die Qualifikation hinaus, hat jedoch in ihrem jungen Alter einen tollen Wettkampf abgeliefert.
Saskia Feige erreichte im 20 Kilometer Gehen einen bewundernswerten 11. Platz und wird damit 3. beste Europäerin und erfolgreichste Deutsche Frau seit 20 Jahren.
Zwischendurch und nach dem Rennen war Christopher Linke völlig aus den Ergebnislisten verschwunden – im Ziel nach 20 Kilometern jubelte der Potsdamer aber über den vierten Platz. Nach einer größeren Verwirrung um seinen verlorenen Chip im Schuh hat der 30-Jährige bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha sein bisher bestes internationales Ergebnis geliefert. „Vierter Platz ist sehr gut. Aber natürlich mache ich den Sport, um eine Medaille zu gewinnen“, sagte der Potsdamer nach dem Hitzerennen in der Nacht zum Samstag.
Christopher Linke kam nach 1:27:19 Stunden an der Strandpromenade Corniche ins Ziel. Am Schluss hatte er sich auch noch bei den Runden verzählt und musste eine Schleife mehr drehen als gedacht. Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von über 75 Prozent zahlte sich für Linke die intensive Vorbereitung aus. „Abartig“, bezeichnete er das Klima am Golf, lächelte dann aber: „Im Vergleich zu allen anderen Wettkämpfen, die ich habe, waren es natürlich die härtesten Bedingungen überhaupt. Zum Glück haben wir unter noch härteren Bedingungen trainiert.“
Vor nur wenigen Zuschauern am Ein-Kilometer-Kurs holte der Japaner Toshikazu Yamanishi Gold. Der Jahresschnellste und Favorit siegte in 1:26:34 Stunden vor dem unter neutraler Flagge startenden Russen Wsasili Mizinow (1:26:49) und dem Schweden Perseus Karlström (1:27:00). Linkes Clubkollege Hagen Pohle wurde 16., Nils Brembach (ebenfalls Potsdam) beendete das Rennen vorzeitig.
Bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2013 Achter, bei der WM 2017 und Olympia 2016 Fünfter – und nun Vierter: Für die Sommerspiele 2020 in Tokio hat sich Linke als Medaillenkandidat empfohlen. Wegen des verlorenen Chips machte sich Linke nach dem Zieleinlauf aber keine Sorgen: Die sind vor allem für die Zwischenzeiten da. Am Ende gab es ja auch den Zielfilm – auf dem Linke strahlend einläuft.
Die deutsche Meisterin Kristin Pudenz (SC Potsdam) landete beim Diskuswerfen mit 57,69 Metern nur auf Rang elf. In der Quali hatte die 26-Jährige noch 63,35 Meter geworfen, was im Finale zu Rang fünf gereicht hätte. Yaime Pérez (Kuba) gewann mit 69,17 Metern Gold, Nadine Müller (Halle, 61,55) wurde Achte, Claudine Vita (Neubrandenburg, 60,77) Neunte.

Bericht: 20 Kilometer Gehen Männlich mit Christopher Linke, Hagen Pohle und Nils Brembach

Vierter! Christopher Linke geht zur besten WM-Platzierung seiner Karriere

Leichtathletik.de, Silke Bernhart

Christopher Linke ist am Freitag im 20 Kilometer Gehen auf Tuchfühlung zu den Medaillenrängen ins Ziel gekommen. Mit Platz vier feierte er bei der WM in Doha das beste internationale Meisterschaftsresultat seiner Karriere. Ebenfalls so weit vorne wie nie zuvor war auf Rang 17 Hagen Pohle.
Auf einmal war er verschwunden. Bei den 10-Kilometer-Zwischenzeiten war Christopher Linke (SC Potsdam) noch auf Rang acht zu finden. Dann tauchte sein Name nicht mehr in den Listen auf. Nicht einmal, als er längst im Ziel die ersten Interviews gab. Wer jedoch am Freitagabend auf der Geher-Strecke über 20 Kilometer der Weltmeisterschaften von Doha (Katar) genau aufgepasst hatte, der wusste zu diesem Zeitpunkt: Der 31-Jährige hatte gerade bei seinen fünften Weltmeisterschaften mit Rang vier das beste internationale Meisterschaftsresultat seiner Karriere erzielt.
„Ich habe unterwegs beide Transponder verloren“, klärte der Potsdamer die Anwesenden auf. Wenig später erhielt auch das Kampfgericht diese Information und fügte Christopher Linkes Leistung von 1:27:19 Stunden auf Platz vier in die Ergebnislisten ein. Nur 19 Sekunden hinter dem drittplatzierten Schweden Perseus Karlström. Gold ging wie schon im 50 Kilometer Gehen nach Japan an Toshikazu Yamanishi (1:26:34 h), Silber holte sich auf der letzten von 20 Ein-Kilometer-Runden der unter neutraler Flagge startende Russe Vasiliy Mizinov (1:26:49 h).

Bester Deutscher seit 2005

Die Bronzemedaille war nicht weit entfernt – und hätte vielleicht sogar noch näher rücken können, wenn Christopher Linke nicht ein kleines Missgeschick passiert wäre. Er hatte schon nach 19 Runden dem Zieleinlauf entgegengefiebert, dann sah er, dass die vor ihm Platzierten nach der Ziellinie weitergingen.
Die Uhr zeigte schon zu diesem Zeitpunkt eine Zeit an, die deutlich über den Siegerzeiten der vergangenen Jahre lag. Doch eine Runde musste noch absolviert werden. Ein Zeichen dafür, wie hart der Wettbewerb bei extremer Hitze und sehr hoher Luftfeuchtigkeit für alle Athleten war. Christopher Linke quälte sich eine weitere Runde um den Kurs, für einen Endspurt in Richtung Bronze reichte da die Kraft aber nicht mehr, auch wenn der Schwede Perseus Karlström immer näher rückte.
Mit Platz vier steigerte sich Christopher Linke im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2016 und den Weltmeisterschaften 2017 um einen Platz. Und er sorgte für das beste deutsche Resultat in diesem WM-Wettbewerb seit 2005: Zuletzt war André Höhne vor 14 Jahren in Helsinki (Finnland) ebenfalls Vierter im 20 Kilometer Gehen geworden, dieses Mal zählte der Langstrecken-Bundestrainer zu den zahlreichen deutschen Teammitgliedern, die die Geher an der Strecke unterstützten.

Hagen Pohle 17., Nils Brembach steigt aus

Sie feuerten auch lautstark die beiden weiteren deutschen Teilnehmer Hagen Pohle und Nils Brembach (beide SC Potsdam) an. Hagen Pohle hatte sich das Rennen klug eingeteilt und konnte auf der zweiten Hälfte der Strecke ein um den anderen Athleten noch einsammeln. So kämpfte er sich in 1:32:20 Stunden auf Platz 17 ins Ziel. Auch für ihn war es die beste Platzierung seiner Karriere bei Weltmeisterschaften.
Nils Brembach hatte auf der ersten Rennhälfte mehr investiert, diese Taktik sollte sich für ihn am Ende nicht lohnen. Der Fünfte der Europameisterschaften 2018 in Berlin musste den Wettbewerb vorzeitig entkräftet beenden.

STIMMEN ZUM WETTBEWERB

Christopher Linke (SC Potsdam):
Der Platz ist natürlich sehr gut. Meine beste internationale Platzierung. Aber natürlich mache ich den Sport, um eine Medaille zu gewinnen. Ich hatte eine gute Saison, mit dem deutschen Rekord, es wäre schön gewesen, das mit einer Medaille zu krönen, aber ich bin als Zehnter angereist und beende den Wettkampf als Vierter, damit kann ich zufrieden sein. Die Bedingungen waren abartig. Aber zum Glück haben wir unter noch schlimmeren Bedingungen trainiert! Im Hinblick auf Tokio war das ein sehr guter Test, und wir müssen jetzt die Kühlungsmaßnahmen noch weiter optimieren. An den Zeiten sieht man, wie krass die Bedingungen waren. Ich habe die Führungsgruppe nicht zu weit weggehen lassen, bin sehr taktisch angegangen. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich überhitze. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich wegbreche – außer in der letzten Runde, da habe ich mich verzählt. Ich dachte, ich wäre schon im Ziel, und dann sehe ich, dass die anderen alle weiter gehen. Ich hatte mich ein bisschen an der Zeit orientiert, bei 1:23 Stunden bin ich normalerweise schon lange im Ziel. Mich hat überrascht, dass die Japaner in der Breite nicht so stark waren. Sie trainieren in Japan ja eigentlich bei ähnlichen Verhältnissen wie hier. Bei den Olympischen Spielen in Tokio möchte ich kein Japaner sein, der Druck wird extrem sein. Ich bin daran in Berlin im letzten Jahr zerbrochen, da konnte ich meine Leistung überhaupt nicht abrufen, und darauf spekuliere ich ein bisschen. Im Grunde ist es egal, wann ich meine erste internationale Medaille hole. Dann ist es eben Olympia!

Hagen Pohle (SC Potsdam):
Das war ein Wettkampf, der so nicht stattfinden dürfte. Es ist meine beste WM-Platzierung, damit bin ich schon zufrieden. Aber so langsam bin ich noch nie gegangen in meinem Leben. Man versucht, von Runde zu Runde zu gehen, geholfen hat ein bisschen, dass ich langsam angegangen bin und als Motivation ständig jemanden hatte, der von vorne wieder auf mich zukam. Es war extrem hart, von Beginn an. Das größte Problem war, überhaupt Luft zu bekommen. Ich habe fast alle 500 Meter einen Liter Wasser über mich gekippt. Die Bedingungen haben mich überrascht. Ich habe auch nicht dieselbe Vorbereitung gemacht wie die anderen, ich wollte nicht direkt aus der Höhe anreisen, daher war ich erst in St. Moritz und dann in Lüneburg bei meinem Bruder. Dort habe ich eine Woche trainiert und jeden Tag versucht, in die Dampfsauna zu gehen. Da wusste ich schon, dass das Atmen schwer wird. Die Vorbereitung war gut, ich denke, man muss sich sehr bewusst machen, dass man sich am Anfang sehr zurückhalten muss. Schade ist es, dass die Zeiten nicht so gut sind, da hilft der 17. Platz für das neue Ranking nicht so viel. Aber immerhin bin ich der einzige Deutsche, der seit 2014 international immer in die Top 20 gekommen ist.

 

Bericht: 20 Kilometer Gehen Weiblich mit Saskia Feige

Leichtathletik.de, Silke Bernhart

Saskia Feige hat am Sonntag bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar) für das beste deutsche WM-Ergebnis im Frauen-Gehen seit zwölf Jahren gesorgt. Im 20 Kilometer-Wettbewerb belegte die junge Potsdamerin als drittbeste Europäerin Rang elf.
Zwölf Jahre ist es her, dass eine deutsche Geherin bei Weltmeisterschaften über 20 Kilometer bis ins Ziel kam. 2007 war es Sabine Krantz, die in Osaka (Japan) Platz acht belegte. Saskia Feige war damals neun Jahre alt und weit entfernt vom Geh-Sport, mit dem sie erst vor drei Jahren begann. Am Sonntag zeigte sie in Doha (Katar), dass sie als erste DLV-Athletin seit mehr als zehn Jahren den Anschluss an die Weltspitze geschafft hat.

Die junge Potsdamerin, die im April die deutsche U23-Bestleistung auf 1:30:40 Stunden verbessert hatte, absolvierte ein couragiertes Rennen und zeigte sich unbeeindruckt von großen Namen. Zehn Kilometer lang ging sie in einer großen Gruppe das bis dahin noch verhaltene Tempo der Spitzenathletinnen mit. Als diese anzogen, machte sie ihr eigenes Rennen und wahrte einen Platz in den Top Zwölf. Nach Disqualifikation der bis kurz vor dem Ziel auf einem Medaillenrang liegenden Chinesin Jiayu Yang brachte sie in 1:37:14 Stunden Platz elf bis ins Ziel.

Deutscher „Glückshut“ wird zum Markenzeichen

Es war eine Leistung, die noch vor wenigen Woche in weiter Ferne schien. Eigentlich aussichtsreich in Richtung U23-EM in Schweden unterwegs, machten sich bei Saskia Feige im Frühsommer Rückenbeschwerden bemerkbar. Wettkämpfe, Training und zeitweise sogar Schlafen waren aufgrund der Schmerzen undenkbar.

Langsam kämpfte sie sich wieder zurück und präsentierte sich in Doha ähnlich wie am Vorabend die DLV-Geher über 50 Kilometer in bester Verfassung. Fast schon zum Markenzeichen der deutschen Gruppe wurde die markante Kappe, die mit Eis im Nacken und auf dem Kopf bei sehr schwülen, warmen Verhältnissen für ausreichend Kühlung von oben sorgte.

Weltrekordlerin schlägt Weltmeisterin

An der Spitze setzte sich nach der Halbzeit eine fünfköpfige Gruppe ab, in der neben vier Chinesinnen nur noch die Brasilianerin Erica Rocha de Sena mitging. Sie wurde schließlich wie schon zwei Jahre zuvor in London (Großbritannien) WM-Vierte. Die Medaillen machten die Chinesinnen unter sich aus, wobei ausgerechnet Titelverteidigerin Jiayu Yang leer ausging. Sie hatte in dem Versuch, das hohe Tempo mitzugehen, zu viel investiert und wurde aufgrund von vier Verwarnungen disqualifiziert.

Den Takt gab die Olympiasiegerin und Weltrekordlerin über 20 und 50 Kilometer Hong Liu vor. Die 32-Jährige feierte in 1:32:53 Stunden ihre dritte WM-Goldmedaille nach 2011 und 2015. Silber ging an die Olympia-Zweite von 2012 Shenjie Qieyang (1:33:10 h), Bronze holte mit Liujing Yang (1:33:17 h) ein 21 Jahre junges Talent, das die großen Erfolge ihrer Landsfrauen in Zukunft fortsetzen könnte.

Bericht: Speerwerfen Weiblich mit Annika Marie Fuchs

Leichtathletik.de, Silke Bernhart

Leider schaffte es Annika-Marie Fuchs bei ihrer WM-Premiere nicht ins Finale. In die ersten Gruppe bei ihrem besten Wurf 58,16 Meter erreichte sie Platz 12. Die U23-Europameisterin hätte die 60 Meter-Marke bestimmt gerne übertroffen, doch nach einem Traum-Jahr wird die 22-Jährige es verschmerzen können. Es blieb für die Deutsche Vize-Meisterin Rang zwölf in ihrer Gruppe, die ebenfalls eine Chinesin anführte: Shiying Liu mit 63,48 Metern.

Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong hat am Montag souverän die WM-Qualifikation in Doha überstanden. Die 25-Jährige erzielte mit 65,29 Metern die zweitbeste Weite beider Gruppen.
Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong ist bei den Weltmeisterschaften in Doha am Dienstag im sechsten Versuch von einem Podestplatz verdrängt worden. Die bis dahin viertplatzierte Australierin Kelsey-Lee Barber holte sich mit dem letzten Wurf den WM-Titel. Christin wird am Ende Vierte.

Stimmen zum Wettkampf

Annika Marie Fuchs (SC Potsdam):
Heute hat der linke Block gefehlt. Wenn die linke Seite nicht fest steht, kommt nicht genug Druck hinter den Speer. Es ist schwierig, das dann im Wettkampf abzustellen. Ich habe viel Schnellkraft, aber wenn man die nicht hinter den Speer kriegt, dann geht die Energie verloren. Das ist meine Baustelle für die nächste Saison. Im letzten Versuch wollte ich auf jeden Fall noch mal über 60 Meter werfen, ich wusste: Wenn ich einen treffe, fliegen sie. Dass das nicht geklappt hat, war schade, da musste ich schon kurz schlucken. Aber diese Saison insgesamt war unglaublich für mich, ich habe mich um sieben Meter gesteigert, alle Titel geholt, die ich holen wollte, ich bin absolut zufrieden. Die WM war die Krönung.

Bericht: Diskuswerfen Weiblich mit Kristin Pudenz

Leichtathletik.de, Silke Bernhart

Drei deutsche Diskuswerferinnen standen im Finale der Weltmeisterschaften, eine von ihnen hat den Endkampf der besten Acht erreicht. Die WM-Dritte von 2015 Nadine Müller (SV Halle) hatte nach drei Durchgängen als Achte 60,98 Meter stehen. Im vierten Durchgang konnte sich die 33-Jährige auf 61,55 Meter steigern, dies änderte an der Platzierung jedoch nichts. Die Top Acht waren das erreichte Minimal-Ziel der Vize-Europameisterin gewesen.
Im dritten Versuch hatte Nadine Müller noch ihre Team-Kollegin Claudine Vita (Neubrandenburger SC) vom achten Platz verdrängt, der ihr weitere drei Versuche bescherte. Die Neubrandenburgerin landete mit 60,77 Metern auf dem neunten Rang. Auf Rang elf beendete die Deutsche Meisterin Kristin Pudenz (SC Potsdam; 57,69 m) den Wettkampf. Die 60 Meter-Marke, die sie die ganze Saison fest im Griff hatte, blieb an diesem Tag unerreicht. Aber auch andere hatten Probleme, zwischen den beiden Deutschen sortierte sich auf Platz zehn die Olympia-Zweite Mélina Robert-Michon (Frankreich; 59,99 m) ein.
Gut zurecht kamen mit der Anlage die beiden favorisierten Kubanerinnen, die sich ein spannendes Duell um den WM-Titel lieferten. Letzlich schleuderte Yaimé Pérez ihren Diskus im fünften Durchgang auf 69,17 Meter und zog mit der Spitzen-Weite an ihrer Landsfrau Denia Caballero vorbei, die mit 68,44 Metern Silber gewann. Diskus-Queen Sandra Perkovic (Kroatien; 66,72 m) musste sich als Titelverteidigerin diesmal mit Bronze zufrieden geben.

Stimmen zum Wettkampf

Nadine Müller (SV Halle):
Mein kleines Ziel für heute war es, in die Top Acht zu kommen, ich bin als Zehnte angereist. Mit der Platzierung bin ich zufrieden, aber nicht mit der Weite. Nach dem dritten Versuch wollte ich noch zwei, drei Meter draufpacken, dass 63 Meter schon für Platz vier gereicht haben, ist ärgerlich. Bei mir hat heute die Technik nicht zusammengepasst, die Beine waren nicht da, wo ich sie brauche. Beim dritten Versuch hat mir meine Erfahrung geholfen, das war einer, den ich Tag und Nacht werfen kann. Auf der Anzeigetafel habe ich dann gesehen, wie Claudine [Vita] von acht auf neun gerutscht ist. Danach ist meine Spannung ein wenig abgefallen, der Kampf ums Weiterkommen hat Körner gekostet. Die meisten haben sich heute schwergetan, das zog sich wie ein roter Faden durch den Wettkampf. Wir wären gerne zu dritt in die Top Acht gekommen, dass es nicht geklappt hat, ist schade. Jetzt mache ich zwei Wochen Pause, und dann fängt der Aufbau wieder an. Es wird im nächsten Jahr wieder ein harter Kampf um die Olympia-Tickets, Julia [Harting] kommt wieder zurück, sie trainiert schon wieder, dazu Shanice [Craft], Anna [Rüh]. Ich möchte gerne zu meinen dritten Olympischen Spielen.
Claudine Vita (SC Neubrandenburg):
Der Tag war heute insgesamt bescheiden. Ich habe Magen-Darm-Probleme erwischt. Aber Niklas Kaul ist damit auch Weltmeister geworden. Bei der Weite, die heute für die Runde der besten Acht ausgereicht hätte, ist das also keine Rechtfertigung! Dass man mit dieser Weite weiterkommt, hätte ich erstmal nicht erwartet.
Kristin Pudenz (SC Potsdam):
Sechs Meter weniger als in der Qualifikation. Ich weiß auch nicht, was da los war. Natürlich merkt man, dass die Anspannung in einem WM-Finale anders ist. Aber der erste Einwerfer war schon dicke über 60 Meter. Ich habe das ganze Jahr über 61 Meter geworfen, ausgerechnet heute nicht. Da jetzt insgesamt auf meine Saison stolz zu sein fällt mir schwer, es ist scheiße, wenn man sie so abschließt

Ergebnislisten

Alle Ergebnisse aller Disziplinen finden Sie hier,

Presselinks

Leichtathletik.de

https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/72187-Christin-Hussong-Final-Ticket-mit-zweitbester-Quali-Weite

https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/72226-Christin-Hussong

https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/72331-Nadine-Mueller-bei-Kuba-Doppel-Sieg-als-beste-Deutsche-Achte

https://www.leichtathletik.de/news/news/detail/72337-Vierter-Christopher-Linke-geht-zur-besten-WM-Platzierung-seiner-Karriere

Märkische Allgemeine Zeitung

https://www.maz-online.de/Sportbuzzer/Bei-Runden-verzaehlt-Chip-weg-Geher-Linke-in-Doha-Vierter

https://www.sportbuzzer.de/artikel/potsdamer-geherin-saskia-feige-starke-elfte-bei-der-wm/

Potsdamer Neuste Nachrichten

https://www.pnn.de/sport/potsdamer-christopher-linke-vierter-bei-der-leichtathletik-wm-stark-in-einem-abartigen-rennen/25088724.html

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