Der Lenkungsstab des Deutschen Turner-Bundes (DTB) hat Darja Varfolomeev und Anastasia Simakova (beide TSV Schmiden) als Einzelstarterinnen für die Weltmeisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik (20. bis 24. August in Rio de Janeiro) nominiert. Für Margarita Kolosov bleibt für Brasilien leider nur die „Ersatz-Rolle“.
Für die 21-Jährige ist das unglücklich. Denn nachdem sie im letzten Jahr Olympia-Vierte geworden war, hatte sie bei der ersten WM-Qualifikation Anfang Juli in Schmiden Rang zwei erreicht. Ausgerechnet in Dresden bei den Deutschen Meisterschaften (also dem zweiten Qualifikations-Wettkampf) war die Konkurrenz besonders stark. Kolosov wurde im Mehrkampf hinter Olympiasiegerin Varfolomeev, EM-Medaillengewinnerin Simakova und Viktoria Steinfeld – alle drei vom TSV Schmiden – Vierte.
„Wir haben im Einzel zwei WM-Qualifikationen auf sehr hohem Niveau gesehen. Vom Lenkungsstab wurden die zwei Athletinnen nominiert, die im Mehrkampf den besten Eindruck hinterlassen haben“, erklärte RSG-Teamchefin Isabell Sawade laut DTB-Mitteilung hinterher.
Kolosov, die dieses Jahr zwei Einzel-DM-Medaillen (Reifen und Band) gewann und bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games im Juli mit dem Ball Gold holte, zeigt für die Entscheidung Verständnis: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich nicht nominiert wurde. Aber nachdem ich im Mehrkampf bei den Deutschen Meisterschaften Vierte geworden war, musste ich damit rechnen.“
Ihr großes Ziel steht jetzt im Jahr 2026 auf dem Programm. Dann finden die RSG-Weltmeisterschaften in Frankfurt statt. „Dann greife ich wieder an. Bei der WM im eigenen Land will ich unbedingt dabei sein“, kündigt Kolosov an.
Weitere Neuigkeiten aus der Rhythmischen Sportgymnastik beim SC Potsdam gibt es hier!
Foto: Margarita Kolosov hofft, bei der Heim-WM 2026 dabei zu sein (Bildquelle: adh/Arndt Falter)