Kolosov krönt sich mit Gold

Ende gut, alles gut! Nach einem nicht so erfolgreichen Mehrkampf gewinnt Margarita Kolosov in der Rhythmischen Sportgymnastik die Einzelkonkurrenz von Essen mit dem Ball! Damit krönt sich die Athletin des SC Potsdam bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games zur ersten deutschen RSG-Goldmedaillen-Gewinnerin überhaupt.

Zufrieden war Kolosov bis dahin nicht. Denn für die Olympia-Vierte von Paris reichte es im Mehrkampf nur zu Platz 15. Schon nach dem ersten Wettkampftag am Donnerstag in Essen war klar, dass es nicht optimal für sie läuft. Nach einer verpatzten Übung mit dem Reifen (23,400 Punkte, Platz 32) glänzte die 21-jährige Anglistik-Studentin der AKAD University immerhin bei der Übung mit dem Ball (26,700 Punkte, Rang 5). Mit den Keulen ging es am Freitag jedoch unglücklich weiter (24,200 Punkte, Position 24). Abschließend glückte Kolosov mit dem Band noch ein zehnter Rang (25,450 Punkt), sodass sie insgesamt 99,750 Punkte für sich verbuchte. Den Sieg holte sich im Mehrkampf Alina Harnasko (Individuelle Neutrale Athleten) mit 114,850 Punkten.

„Leider lief es nicht so wie gewünscht“, sagte die Deutsche dem adh (Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband) hinterher.

Doch das sollte sich im Ball-Einzelfinale ändern: Am Samstagnachmittag legte Kolosov als letzte der acht Starterinnen eine herausragende und begeisternde Leistung hin. Mit 28,200 Punkten ließ sie Alina Harnasko (28,150 Punkte) und Anastasia Simakova (27,500 Punkte) hinter sich und holte für viele überraschend bei ihrem letzten Auftritt bei den World University Games die Goldmedaille für Deutschland.

Kolosov: „Die Medaille bedeutet mir sehr viel, weil die Zeit nach Olympia sehr hart war. Ich hatte mich sehr intensiv für dieses Event vorbereitet, aber die ersten Tage hier haben mich ins Zweifeln gebracht. Doch die Medaille hat bewiesen, dass sich mein Training auszahlt und ich mit Geduld weiterarbeiten muss.“

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Foto: Margarita Kolosov konnte im Mehrkampf nur teilweise an ihre Leistungsstärke herankommen, doch im Ballfinale platzte der Knoten (Bildquelle: Arndt Falter/adh)

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