Margarita Kolosov ist bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik Vierte geworden. Damit sind die Chancen, bei den FIG-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro dabei zu sein, deutlich gesunken.
Die Anspannung war der 21-Jährigen am Freitag in der JOYNEXT Arena in Dresden deutlich anzumerken. Kolosov startete zunächst mit dem Ball, mit dem sie zuletzt Gold bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games gewonnen hatte. Die Mehrkampf-Titelverteidigerin, die im letzten Jahr sensationell bei den Finals die spätere Olympiasiegerin Darja Varfolomeev bezwungen hatte, blieb bei ihrer Übung bis auf eine Situation fehlerfrei und erwischte damit einen ordentlichen Start. Doch die Wertung fiel mit 25,700 Punkten niedrig aus, sodass Kolosov ihren stärksten Widersacherinnen von Beginn an hinterherlaufen musste. Mit dem Reifen machte es Kolosov besser, erreichte 28,100 Punkte. Doch aufgrund des Rückstandes musste die Olympia-Vierte von Paris weiter glänzen. Mit dem Band erhielt sie eine Wertung von 27,000 Punkten. Mit den Keulen gelang ihr zum Abschluss mit 28,650 Punkten eine Top-Vorstellung.
Obwohl auch die Konkurrenz nicht fehlerfrei blieb, war das für eine Medaille nicht genug. Denn mit insgesamt 109,450 Punkten musste sich Kolosov hinter Darja Varfolomeev (120,950 Punkte), Anastasia Simakova (113,800 Punkte) und Viktoria Steinfeld (109,900 Punkte) – alle drei vom TSV Schmiden – einordnen.
Bleibt zu hoffen, dass Kolosov in den Einzelgerätefinals am Samstag mehr Glück mit ihren Wertungen hat.
Weitere Neuigkeiten aus der Rhythmischen Sportgymnastik beim SC Potsdam gibt es hier!
Foto: Die guten Leistungen von Margarita Kolosov spiegelten sich nicht in allen Wertungen wider (Bildquelle: adh/Jan Patrick Wagner)