Der SC Potsdam erkämpft den Dreier im Derby

Im Berlin-Brandenburg Derby setzte sich der SC Potsdam mit 3:1 (25:23, 23:25, 25:8, 25:21) beim VC Olympia durch und konnte sich mit diesem Erfolg in der Tabelle bei jetzt 22 Punkten auf den 5. Platz verbessern.

Dabei gab es teilweise von den motivierten Gastgeberinnen zumindest in drei Spielabschnitten viel Gegenwehr, welche mit einem Satzgewinn belohnt wurde. Gegenüber den letzten Spielen veränderte SCP-Trainer Lukasz Marciniak die Anfangsformation und begann diesmal mit Antonia Stautz für Silvana Chausheva und Natalie Wilczek ersetzte Sandra Szaboova.

Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wo die Berlinerinnen mit ihrem engagierten und sicheren Auftreten ein echter Kontrahent für Potsdam war, dass hatte man in dieser Deutlichkeit durchaus auch so erwartet, denn diese Mannschaft findet immer besser in die Saison hinein und will nicht nur ein Punktelieferant sein. So konnte der erste Satz knapp 25:23 gewonnen werden.

Dem  VCO gelang es, diese Spielweise fortzuführen und wurden dafür auch zu Recht belohnt. Potsdam enteilte zwar mit 4:1 davon, doch es folgte der 8:8 Ausgleich, den es nach einer zwischenzeitlichen 19:16 Führung dann mit 19:19 erneut gab. Am Ende ging der zweite Abschnitt 23:25 verloren, was den 1:1 Ausgleich bedeutete.

Das war mehr als nur ein Achtungssignal für die Mannschaft. Diese agierte jetzt so, wie man es erwartet hatte, ja erwarten musste. Das Team war in allen Belangen dominant, die Zwischenstände von 10:2 bzw. 16:5 belegen es nachhaltig. Hier war es u.a. Nia Grant, die mit etlichen Punkten glänzen konnte und u.a. mit zum souveränen 25:8 beitragen konnte.

Wollte man den angestrebten Dreier aus dem Sportforum entführen, musste der vierte Satz gewonnen werden und dieser hatte eine gewisse Dramatik. Es begann  mit einer knappen VCO-Führung, wo teilweise der SC Potsdam mit vier Zählern (7:11) im Rückstand lag und beim 13:13 erstmals ausgleichen konnte und dann sich das 17:14 erkämpfte. Aber die Hauptstädterinnen gaben sich nie auf und es gelang ihnen das 19:19! Letztlich setzte sich zum Schluss die Routine durch und mit dem 25:21 gab es beim 3:1 Sieg die erhofften und erwarteten Punkte für die Tabelle und nur das zählt.

Der SC Potsdam konnte in diesem Spiel Marta Drpa nicht durchgängig einsetzen, was ein großes Handicap war, sie verletzte sich im dritten Satz und wurde von Emilia Weske ersetzt, „die ihre Aufgabe gut löste“, so Sportdirektor Toni Rieger. Dennoch erzielte Marta noch 12 Punkte!

Natalie Wilczek erhielt nach dem Spiel die Ehrung als MVP. 

Für Trainer Lukasz Marciniak, der die Mannschaft zum vierten Mal betreute, war es der vierte Erfolg.

Ein Ausruhen gibt es für die Mannschaft nicht, denn bereits am Mittwoch muss das nächste Meisterschaftsspiel gegen NawaRo Straubing bestritten werden. „Wenn es uns gelingt da hier nachzulegen, können wir selbstbewusst die Reise nach Münster antreten“, blickt der Sportdirektor auf das kommende Meisterschaftsspiel in der heimischen MBS Arena.