Halbfinalkrimi beim Favoriten in Schwerin

Im ersten Playoff-Spiel der Serie „Best of five“ unterlag der SC Potsdam beim SSC Palmberg Schwerin äußerst knapp 2:3 (25:20, 22:25, 25:23, 19:25, 15:17).

Es war ein enges Fünfsatzspiel, so wie man sich von der Spannung her ein Halbfinale wünscht. Letztlich entschieden nur zwei Punkte über den Ausgang zu Gunsten des hohen Favoriten.

Dem SC Potsdam gelang es mit seinem Auftreten, als gleichwertiger Gegner zum Halbfinalauftakt zu agieren, welcher von Cheftrainer Guillermo Hernandez bestens auf Schwerin eingestellt wurde.

Die 1798 Zuschauer in der Palmberg-Arena bekamen dabei mehr als zwei Stunden attraktiven Volleyballsport von beiden Mannschaften geboten. Der SCP überraschte schon mit der Aufstellung und begann mit zwei Veränderungen gegenüber dem Viertelfinale. Zunächst schickte der Trainer Marta Drpa, Natalie Wilczek, Annegret Hölzig, Eva Hodanova, Alexa Dannemiller sowie Nia Grant auf das Feld und dieser Sechser begann konzentriert mit dem Willen, den Gastgeberinnen das Punkten in eigener Halle so schwer, wie möglich zu machen und das gelang.

Es ging gleich eng zu, dabei ließ sich Potsdam auch nicht von der eigenen gewollten Linie abbringen, als man 1:3 im Hintertreffen lag. Nach dem zwischenzeitlichen 5:5 hatte das Team um Kapitänin Annegret Hölzig den Satz in der Hand und lag teilweise deutlich (17:9), 22:16) in Führung und brachte diesen dann mit 25:20 zu Ende, dass überraschte schon.

Spannend und ausgeglichen ging es weiter. Beim 11:14 konnten sich die Gastgeberinnen etwas absetzen, aber der Mannschaft gelang es, den Ausgleich (17:17, 20:20) zu erkämpfen, dennoch musste sich das Team 22:25 beugen, es stand 1:1.

Der folgende Satz schloss sich nahtlos an die beiden Ersten an, allerdings hatte da Potsdam den besseren Start und enteilte u.a. auf 8:2! Aber die international erfahrenen Schwerinerinnen gelang es, sich gerade in der Schlussphase wieder heran zu kämpfen und beim 23:22 fasst auszugleichen und diesen Abschnitt noch zu kippen. Er ging dann 25:23 an das Guillermo-Team.

Das Spiel stand jetzt 2:1! Schwerin begann jetzt furios und war nicht gewillt, einen weiteren Satz abzugeben und damit den Fight abzugeben. Zum Auftakt  gelang dem SSC nahezu alles, er enteilte schnell auf 0:6, ehe der SCP nach einer Auszeit wieder besser agierte und sich auf 6:6 heranspielen konnte. Spannend entwickelte sich dann das Geschehen weiter, garniert mit tollen Ballwechseln. Beim 15:16 war der Fight wieder offen. Aber die cleveren Hausherrinnen schafften nach dem 19:25 den 2:2 Ausgleich und es ging in den Tiebreak.

Die Zuschauer kamen jetzt voll auf ihre Kosten, es war nichts für schwache Nerven, denn es ging vom 1:1, bei einem zwischenzeitlichen 11:14 bis zum 15:15 dramatisch und ausgeglichen zu, ehe in diesem Krimi das 15:17 und das 2:3 folgte, enger kann ein Volleyballspiel nicht ausgehen.

Der SC Potsdam hat im ersten Auftritt der „Best of five-Serie“ gezeigt, dass es durchaus in der Lage ist, auf Augenhöhe mit dem amtierenden DVV-Pokalsieger zu agieren und das macht die weiteren Vergleiche äußerst attraktiv. Die Mannschaft kann mit viel Selbstvertrauen die weiteren Auseinandersetzungen mit dem SSC Palmberg Schwerin angehen. Als MVP wurde Eva Hodanova ausgezeichnet, die beachtliche 24 Punkte erzielen konnte.

Bereits am kommenden Sonnabend findet das Rückspiel um 16.10 Uhr, in der MBS-Arena von Potsdam statt. Sport1 überträgt dieses Halbfinale LIVE.

Einlass in die MBS-Arena ist schon um 14:30 Uhr.

Tickets erhält man unter: Halbfinale Spiel 2 oder in allen bekannten VVK-Stellen.
Wir freuen uns auf EURE Unterstützung in der eigenen Halle.