Gleich zweimal innerhalb von drei Tagen trifft das Team vom SC Potsdam in der MBS Arena auf den VC Neuwied 77. Die erste Partie findet am Freitag (Spielbeginn: 20.00 Uhr, die Anfangszeit wurde kurzfristig geändert!) statt. Dabei handelt es sich um das reguläre Rückrunden-Heimspiel in der Volleyball Bundesliga. Die zweite Begegnung wird am Sonntag (16.00 Uhr) ausgetragen. Dann wird das Anfang Dezember coronabedingt ausgefallene Hinrunden-Spiel nachgeholt. Auch dieses Aufeinandertreffen findet – entgegen der ursprünglichen Ansetzung – in Potsdam statt. Grund dafür ist, dass Neuwied eine Reihe von Nachholspielen zu absolvieren hat und das eigene Heimspiel aufgrund der „Terminnot“ in Potsdam austrägt.
Ausgangssituation: Der SC Potsdam belegt aktuell mit 31 Punkten aus 15 Spielen Tabellenplatz vier. Unter der Woche ist der SSC Palmberg Schwerin, jetzt auf Rang drei, mit zwei Siegen gegen Neuwied am Team aus dem Bundesland Brandenburg vorbeigezogen. Doch das könnte sich schon am Wochenende wieder ändern. Der VC Neuwied holte erst einen Punkt in 13 Partien und hat damit die rote Laterne der Volleyball Bundesliga inne.
Erfolge: Als Meister der 2. Liga Süd gelang dem VC Neuwied mit Abschluss der vergangenen Saison der Aufstieg ins Oberhaus. Doch obwohl die Deichstadtvolleys zuvor am Förderprogramm der Volleyball Bundesliga teilgenommen haben, war der Sprung groß. Ähnlich war es einst auch beim SC Potsdam, nachdem 2009 der Aufstieg in die Erstklassigkeit gelang. Seither hat sich in der Landeshauptstadt Brandenburgs eine Menge verändert. 2012 wurde mit der MBS Arena die derzeitige Spielstätte der Volleyballerinnen eröffnet. Inzwischen gelang dem SCP neben dritten Plätzen in der Liga sogar im letzten Jahr das Erreichen des DVV-Pokalfinals.
Gegner: Mit Dirk Groß verfügen die Deichstadtvolleys über einen sehr erfahrenen und erfolgreichen Chefcoach. Der heute 57-Jährige arbeitete unter anderem in der Schweiz für Volley Köniz (Meister im Jahr 2009) und den VC Kanti Schaffhausen. In Deutschland war er in der Bundesliga für Schwerte, Schwerin, Wiesbaden und inzwischen Neuwied tätig. Groß war es auch, der als Cheftrainer mit den Deichstadtvolleys den Aufstieg schaffte. Und auch sein Team sollte nicht unterschätzt werden. Mit Rachel Joy Anderson (Mittelblock) verfügt Neuwied über eine starke Top-Scorerin. Maike Henning (Außenangriff), Sarah Kamarah (Diagonal) und Haile Joyce Watson (Mittelblock) glänzen durch ein gutes Aufschlagspiel. Und Libera Anna Marie Church sorgt für eine sichere Annahme.
Saisonverlauf: Die Deichstadtvolleys starteten Anfang Oktober letzten Jahres mit einer 0:3-Heimniederlage gegen Vilsbiburg in ihre erste Saison in Liga eins. Erst am 15. Januar gelang beim 2:3 gegen Straubing in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums der erste Punktgewinn im Volleyball-Oberhaus. In dieser Woche bestritten die Deichstadtvolleys bereits zwei Partien: Gegen den Rekordmeister aus Schwerin unterlag das Groß-Team beide Male mit 0:3, enttäuschte dabei aber keinesfalls und dürfte eingespielt sein.
Standort: Neuwied liegt in Rheinland-Pfalz. Da die Stadt am rechten Ufer des Rheins in Höhe der Mündung des Flusses Wied angesiedelt ist, lag es auf der Hand, den Namen Deichstadtvolleys zu wählen. Da es vor Ort im Profisport keinen professionellen Erstligisten im Fußball, Eishockey, Basketball oder Handball gibt, gilt das Volleyballteam als Aushängeschild der Stadt. Das sind gute Voraussetzungen, um sich langfristig im Profisport zu etablieren.
Tickets: Eintrittskarten für beide Spiele gegen Neuwied gibt es an der Tageskasse, an den bekannten Vorverkaufsstellen und online. In der MBS Arena gilt bei beiden Partien die 2G-Regel. In allen Bereichen der MBS Arena besteht dazu die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, auch am Sitzplatz.
Weitere SCP-Nachrichten aus dem Bereich der Volleyball Bundesliga gibt es hier! SPORT1 überträgt das Freitagsspiel live im Free-TV. Die Partie am Sonntag ist live bei SPORT1 Extra zu sehen.