Saisonvorschau: Wer sind die Favoriten?

Die 1. Volleyball Bundesliga der Frauen ist wieder da. Am heutigen Freitag gibt es mit der Partie zwischen dem Allianz MTV Stuttgart und dem VfB Suhl Lotto Thüringen die erste Partie. Wie es vor Beginn einer Saison üblich ist, zerbrechen sich Experten den Kopf darüber, wer im Rennen um die Meisterschaft in der Favoritenrolle ist. Wieder sind es zwölf Teams, die in der Hauptrunde gegeneinander antreten. Im Anschluss daran starten die acht besten Vereine ab dem 8. April 2023 in die Playoffs. Dabei sollen die Viertel- und Halbfinalspiele im Best-of-Three-Modus ausgetragen werden. Der Deutsche Meister wird anschließend in maximal fünf Begegnungen ermittelt.

Ob der SC Potsdam im Titelrennen mitmitmischen kann, bleibt abzuwarten. Als Vize-Meister gehört das Team um Kapitänin Laura Emonts in der neuen Saison mit zu den Gejagten – das ist eine Rolle, die man in der Landeshauptstadt Brandenburgs nicht kennt. Potsdam ist es gelungen, viele Stammspielerinnen zu halten. Die Neuzugänge sind vielversprechend, aber zum Teil noch nicht so erfahren. Wie stark sich der SC Potsdam präsentiert, wird also auch davon abhängen, ob sich das Team wieder zu einer Einheit entwickelt und wie man mit der Mehrfach-Belastung aus den verschiedenen Wettbewerben zurechtkommt. Zum Auftakt der Bundesliga reist der Vize-Meister am Samstag zu den DSC Volleyball Damen.

Ein Name, der besonders häufig bei dem Thema Meisterschaft fällt, ist der Allianz MTV Stuttgart. Das Team aus Baden-Württemberg war in der abgelaufenen Saison eine Macht und gewann die Deutsche Meisterschaft und das DVV-Pokalfinale. Der Double-Gewinner hat sich zudem adäquat verstärkt: So konnte man beispielsweise die Top-Außenangreiferin Laura Künzler aus Wiesbaden an den Neckar locken. Aber auch Namen wie Marie Schölzel (vorher Bergamo), Barbara Wezorke (kam aus Münster) und Britt Bongaerts (zuletzt Perugia) versprechen zusätzliche Qualität.

Auch dem Dresdner SC darf eine Menge zugetraut werden. Als sechsfacher Deutscher Meister gehört das Team von Coach Alexander Waibl zu den Meisterschaftsfavoriten. Bei den neuen Kräften hielt man besonders beim Liga-Konkurrenten Suhl die Augen auf: Mit Kayla Haneline, Ágnes Pallag und Elisa Lohmann gab es gleich drei Neuzugänge vom Kontrahenten aus Thüringen. Trainer Alexander Waibl sagte im Vorfeld der Saison zur Dresdner Morgenpost: „Natürlich wollen wir wieder einen Titel holen, das ist unser Ziel. Die Meisterschaft wird im April entschieden. Bis dahin ist noch viel Zeit, kann viel passieren.“

Beim SSC Palmberg Schwerin sorgte Trainer Felix Koslowski vor der Saison selbst für Druck. Ziel sei das Erreichen des DVV-Pokalfinales und der Playoff-Finals. „Das ist unser Anspruch“, so der frühere Frauen-Bundestrainer. Allerdings wäre eine andere Zielsetzung beim zwölffachen Meister der Volleyball Bundesliga auch ungewöhnlich.

Unterschätzen sollte man auch den VfB Suhl LOTTO Thüringen nicht. Die Hauptrunde der letzten Saison beendete das Team aus Thüringen auf Rang fünf. Neuzugänge wie Eva Hodanová (vorher Aachen) versprechen durchaus Qualität. Ähnlich stark sind die Ladies in Black Aachen einzuschätzen. Das Team mit Außenangreiferin Jana-Franziska Poll konnte sich deutlich verstärken und dürfte mit Zugängen wie Wiebge Silge (zuvor VC Kanti Schaffhausen) eine starke Rolle spielen. Der VC Wiesbaden scheint ebenfalls wieder auf dem Weg nach oben zu sein. Trainer Benedikt Frank hat es geschafft, trotz vieler Abgänge einen Kader mit guten Perspektiven zusammenzustellen. Die Roten Raben Vilsbiburg, 2008 und 2010 Deutscher Meister, haben sich viel vorgenommen: Meistertrainer Guillermo Gallardo, zuletzt Coach in Aachen, kehrte als Sportdirektor an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ziel ist es, möglichst zeitnah an frühere Erfolge anzuknüpfen. Das hat sich auch der USC Münster vorgenommen. Schließlich gehören die Volleyballerinnen aus dem Westfälischen mit neun Meistertiteln zu den erfolgreichsten Teams der Republik.

Schwarz-Weiß Erfurt, NawaRo Straubing und der VC Neuwied werden in der neuen Saison ebenfalls stärker sein. Dazu sicherten sich die Erfurterinnen beispielsweise die Dienste von Natalie Wilczek (zuvor SC Potsdam). Straubing holte sich gleich vier neue Spielerinnen aus den USA. Und die Deichstadtvolleys aus Neuwied wurden gleich zwölfmal auf dem Transfermarkt aktiv.

Heimspiel-Tickets für den SC Potsdam und Karten für den Sparda-Bank Supercup gibt es hier. Weitere Nachrichten vom Volleyball-Bundesliga-Team des SC Potsdam gibt es hier!

Foto: Endlich geht die Saison wieder los! Der SC Potsdam muss am ersten Spieltag beim Dresdner SC ran (Quelle: Nicol Marschall)

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