SC Potsdam mit 3:0 gegen den Dresdner SC

Das Meisterschaftsspiel zwischen dem SC Potsdam und dem Dresdner SC 1898 endete nach 1:25 Std. mit einem 3:0 (26:24, 25:18, 25:22). Damit verbessert sich das Team von Cheftrainer Guillermo Hernandez auf den 2. Tabellenplatz hinter dem SSC Palmberg Schwerin und vor dem  Allianz MTV Stuttgart.

Für beide Mannschaften ging es darum, sich bereits zum Auftakt der Rückrunde eine gute Ausgangsposition für die Playoffs zu erkämpfen. Im Klartext hieß das für Potsdam, die bisherige Tabellenposition zu festigen und für Dresden, den Anschluss an das Führungstrio nicht zu verlieren.

Beiden Teams war die lange Unterbrechung des Wettkampfbetriebes in Sachen Spielfluss anzumerken. Der Sportclub begann in der erwarteten Aufstellung mit Valerie Nichol, Brittany Abercrombie, Sofija Medic, Antonia Stautz, Ana Escamilla sowie Lisa Gründing und Aleksandra Jegdic (L).

Zu Beginn des ersten Satzes fand Dresden besser zum eigenen Spiel und hatte bis zum 20:20 Ausgleich immer in Führung gelegen und das teilweise mit vier Punkten Vorsprung (15:19). Zuvor nahm Cheftrainer Guillermo Hernandez eine Auszeit und das zahlte sich aus, denn von diesem Zeitpunkt an stand der SCP besser in der Annahme und agierte mit einem souverän auftretenden Block (Gründing/Escamilla/Nichol). In der MBS Arena hatte die Mehrzahl der 1265 Zuschauer den Satz an Dresden vergeben, doch die Havelstädterinnen rafften sich zu einer beeindruckenden Energieleistung auf und brachten diesen mit 26:24 zur 1:0 Führung auf die Habenseite.

Bereits jetzt zeigte die zu Recht von DSC Trainer Alexander Waibl als MVP geehrte Brittany Abercrombie, dass sie mit ihren 19 Zählern einen klasse Tag erwischt hatte. Bei den Gästen erhielt Nikola Radosova, die vor dem Wechsel nach Dresden das SCP-Trikot trug, diese Auszeichnung.

„Das wir diesen ersten Satz noch für uns entscheiden konnten, war für uns entscheidend für den weiteren Verlauf dieses hochklassigen Fights“, so Kapitänin Antonia Stautz und sie fügte hinzu, „nach der langen Pause sind wir nicht gleich in das Spiel gekommen. Als es in der Annahme, sowie im Block besser geklappt hat und wir mit viel Druck aufgetreten sind, haben wir das Spiel in der Hand gehabt.“. Nikola Radosova bezeichnete diesen Abschnitt so, „wir haben gut angefangen, aber dann lief es heute schwer für uns“.

Der SC Potsdam konnte an die zum Ende des Auftaktsatzes gezeigte Leistung nahtlos anknüpfen und beherrschte das Geschehen, trotz eines zwischenzeitlichen 6:6 Ausgleich, dass 25:18 belegt es.

Das setzte sich dann auch im dritten Abschnitt fort, wo die Gastgeberinnen teilweise recht deutlich mit 13:8 bzw. 18:11 in Führung lagen, was durchaus bei diesem Klassegegner überraschend war. Der SCP-Block war es dann auch, dem das 25:22 gelang und den verdienten 3:0 Sieg perfekt machte und die Mannschaft auf den zweiten Tabellenplatz brachte.

Mit dem Gesang „oh wie ist das schön, sowas hat man lange nicht gesehen“ verabschiedeten die Zuschauer ihren SC Potsdam, der bereits am Sonnabend ein Auswärtsspiel in Straubing, was im Parallelspiel in Wiesbaden erfolgreich war, zu bestreiten hat.

Sportdirektor Toni Rieger äußerte nach dem Spiel: „Wir sind glücklich, dass wir die drei Punkte eingefahren haben, es war auch unser Ziel zu gewinnen. Es ist nach dieser langen Unterbrechung schwer gewesen sich zu äußern, wo man steht. Wir sind auch schwer in das Spiel gekommen, haben dann aber immer besser zum eigenen Können gefunden und eine gute Leistung gezeigt. Ich denke, wir haben für unser Vorhaben mit einer guten Antwort reagiert“.

 

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