U14 Mädels werden nach großem Kampf Vizemeister

Am Sonntag fand in Zepernick die U14 Landesmeisterschaft statt. Mit 2 Mannschaften wurde die Qualifikation souverän gemeistert und nun sollte die Saison auf Landesebene erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Auslosung ergab folgende Gruppen. In der Gruppe A spielten Zepernick sowie die beiden Teams vom VC Blau Weiß Brandenburg. Somit blieben in für die Gruppe B unsere beiden Teams und Cottbus übrig.

Beide Teams sicher ins Halbfinale

Wie an den letzten beiden Spieltagen hieß es zu Beginn SC Potsdam 1 gegen SC Potsdam 2. Erwartungsgemäß setzte sich Team 1 um Kapitänin Amelie gegen die ein Jahr jüngeren Vereinskolleginnen durch.

Direkt im Anschluss hatte der SC Potsdam 1 gegen Cottbus ebenfalls keine Mühe und zog vorzeitig als Gruppensieger in das Halbfinale ein. Für Mannschaft 2 wurde es nun erst. Das Saisonziel Halbfinale konnte mit einem Erfolg gegen Cottbus gesichert werden. Nach ausgeglichenem Beginn konnten die SCP-Mädels mit guten Aufschlägen und sicherer Feldabwehr davon ziehen. Auch im zweiten Abschnitt wurde souverän aufgespielt und durch ein klares 2:0 (25:17/25:9) der zweite Platz sowie das Halbfinale erreicht.

Halbfinals mit erwartetem Ausgang

Mannschaft 1 spielte im Halbfinale gegen den VC Blau Weiß Brandenburg. Die Havelstädterinnen machten uns im Saisonverlauf das Leben immer schwerer und rechneten sich durchaus Chancen gegen uns aus. Im ersten Satz konnten mit krachenden Aufschlägen schnell eine Vorentscheidung herbeigeführt werden. Am Ende hieß es nach toller Leistung 25:14. Satz 2 begann ausgeglichen ehe wir im Aufschlag-Annahmebereich deutlich nachließen. Die kurzen Aufschläge des Gegners führten zu unerklärlich vielen direkten Annahmefehlern und der eigene Aufschlag fand zu selten den Weg ins gegnerische Feld. Bei einem 11:18 Zwischenstand deutete alles auf einen Tiebreak hin. Nach dem wir uns besser eingestellt hatten, konnte der Rückstand nach und nach aufgeholt werden. Nach 3 guten Blocks hatten wir sogar noch 2 Matchbälle. Jedoch wurde diese durch leichte Fehler nicht genutzt und der Satz ging doch noch weg. Nun hieß es Tiebreak, die Anspannung auf beiden Seiten wuchs. Bis zum Seitenwechsel offen, hatten wir im am Ende die besseren Nerven und konnten letztendlich verdient, mit Ausnahme der ersten Satzhälfte in Durchgang 2, in das Endspiel einziehen.

Team 2 ging als klarer Außenseiter in das Spiel gegen Zepernick. Auch wenn Phasenweise gut mitgespielt wurde, waren Satz- oder gar Spielgewinn weit weg. Somit ging es in dem Saisonverlauf nach in das logische Spiel um Platz 3 gegen Brandenburg.

Großer Kampf wird nicht mit Bronze belohnt

Im Spiel um Platz 3 gingen unsere 2007er Mädchen zwar als Außenseiter ins Rennen, rechneten sich aber nach der knappen Tiebreakniederlage im letzten Vergleich durchaus eine kleine Chance aus. Im ersten Satz hatten die Brandenburgerinnen die besseren Lösungen und zogen schnell davon. Brandenburg wechselte durch und wir witterten Morgenluft. Brandenburg hatte bei 24:14 ganze zehn Matchbälle. Wir kämpften, rannten und stemmten uns mit aller Kraft gegen den vermeintlich sicheren Satzverlust. Es gelang tatsächlich alle zehn Matchbälle abzuwehren. Leider konnte diese Energieleistung nicht in einen Satzgewinn umgemünzt werden.  Ungeachtet der Enttäuschung am Satzende, legten unsere Mädels im zweiten Satz fantastisch los. Den gesamten Satz konnte ein Punktepolster gehalten- und überraschend deutlich mit 25:17 der Satzausgleich erzielt werden.  Trotz ausgeglichenem Start ereilte uns eine vorentscheidende Schwächephase in der wir von 5:6 auf 5:12 in Hintertreffen gerieten. Leider reichte nach der harten Arbeit zuvor die Kraft nicht mehr, um noch ein Comeback zu schaffen. Somit blieb wie im Vorjahr leider „nur“ Platz 4, welcher für einen komplett jüngeren Jahrgang eine tolles Ergebnis ist.

Großes Finalduell endet mit Tiebreakniederlage

Es war angerichtet, dem Saisonverlauf nach folgerichtig standen sich die beiden besten U14 Teams des Landes im Finale gegenüber. Potsdam gegen Zepernick, ein Dauerbrenner im Brandenburgischen Volleyball und vor allem in dieser Altersklasse. 5-mal in den letzten 6 Jahren war dies das U14 Endspiel. Die Stimmung in der Halle war beeindruckend beide Eltern- und Fanlager peitschten schon vor dem ersten Ballwechsel ihre Teams nach vorne. Satz eins war bis zur Mitte ausgeglichen, ehe uns eine Schwächephase in der Annahme und Unaufmerksamkeiten in der Feldabwehr deutlich ins Hintertreffen brachten. Bei 16:24 bäumten sich die SC-Mädels aber noch einmal auf und kamen auf 21:24 heran und der Gegner begann zu flattern. Leider wurde die Aufholjagd durch eine Fehlentscheidung des ansonsten guten Kampfgerichts beendet.

Im zweiten Satz dann ein umgekehrtes Bild, wir zogen schnell davon und konnten auch gegen Satzende die Aufholjagd der Zepernickerinnen abwehren. Tiebreak; alles andere wäre auch eine Überraschung gewesen. Leider war es aus unserer Sicht eine Wiederholung des Landespokalendspiels. Eine Schwächephase um den Seitenwechsel bei 3:8, sorgte schnell für die Vorentscheidung. Zepernick hatte die besseren Antworten und spielte mit weniger Fehlern. Somit hieß es am Ende 1:2 (21:25/25:22/9:15). Glückwunsch an Zepernick.

Zwischenziel erreicht, der Blick geht nach Berlin

Trainer Rossi bilanzierte anschließend: „ Natürlich hätte ich gerne zumindest eines der beiden letzten Spiele gewonnen, leider liefen die Tiebreaks nicht gut und wir konnten jeweils nicht das Niveau der zweiten Sätze halten. Kampf und Einstellung der Mädels stimmte auf jeden Fall. Nach dem gegen Brandenburg kurzzeitig sogar die Nordostdeutsche Meisterschaft gefährdet zu sein schien, haben wir das Zwischenziel aber dennoch erreicht. Im Hinblick auf die Regionalmeisterschaft müssen wir in Angriff und Feldabwehr noch zulegen. Die NOM, welche am 06.April in Berlin stattfindet, wird so ausgeglichen und spannend sein wie lange nicht. Alle der 6 Teams können sich Hoffnungen machen, die DM zu erreichen. Vielen Dank an alle Eltern für die tolle und lautstarke Unterstützung, das hat uns sehr geholfen. Heut ist noch nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage.“