25 Jahre SC Potsdam nach Wiedergründung!

Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel ist es Zeit, innezuhalten…blicken wir gemeinsam auf das zu Ende gehende Jahr:
Auch 2019 war für den SC überaus erfolgreich, worauf wir alle stolz sein können. Gemeinsam mit Euch – unseren Mitgliedern, Trainern, ehrenamtlichen Helfern, Anhängern, Partnern und Sponsoren haben wir für Brandenburgs größten Sportverein wieder viel zum Positiven bewegt! Nicht nur im letzten Jahr,…

…sondern auch rückblickend auf das 25-jährige Jubiläum der Wiedergründung unseres Vereins als neuer Sportclub Potsdam e.V.

Zum 25-jährigen Jubiläum lesen Sie hier über unseren Verein einen tollen Bericht aus der Märkischen Allgemeinen Zeitung von Peter Stein, 12.12.2019.

Pressebericht

Vor 25 Jahren wurde der SC Potsdam neu gegründet – mit über 5000 Mitgliedern in 23 Abteilungen ist er heute Brandenburgs größter Sportverein

Potsdam. „Man kann alles erreichen, man muss es bloß wollen“, lautet der Leitspruch von Peter Rieger. Der 66-Jährige ist seit der Neugründung am 13. Dezember 1994 Geschäftsführer beim SC Potsdam, der quasi sein größtes Kind ist. Denn mit 5031 Mitgliedern in 23 Abteilungen von A wie Aerobic bis Z wie Zumba ist der SC Brandenburgs größter Sportverein. Elf Hauptamtler, sechs Jugendclub-Mitarbeiter, ein Azubi und 120 Ehrenamtler sorgen dafür, dass der Tausendfüßler in die richtige Richtung läuft. So eine rasante Entwicklung hat selbst Rieger vor 25 Jahren nicht für möglich gehalten. Doch ideen- und erfindungsreich war der Ex-Weitspringer schon immer.
Als nach der Wende der vom DDR-Staat großzügig geförderte Sport zusammenbrach und um seine Existenz bangte, schauten Rieger und seine Mitstreiter nach vorn. Aus dem Polizeisportverein wurde der Sportclub Potsdam. Basis war zunächst die Abteilung Leichtathletik mit 150 Kindern und Jugendlichen sowie zwei ABM-Kräften, eine davon war Rieger, sowie 25 ehrenamtlichen Trainern und Übungsleitern. „Die Ehrenamtler waren von Anfang an unsere Basis“, stellt Rieger klar. Vereinssitz war damals noch das Ernst-Thälmann-Stadion, wo sich heute der Lustgarten befindet.
Weil schnell auch andere Sportarten wie Volleyball, die Rhythmische Sportgymnastik, Turnen und überhaupt der Breitensport hinzukamen, waren schon damals Hallenzeiten ein teures Gut. Aber Rieger fand Lösungen für seinen Verein. Damit dieser existieren, zum Beispiel die Übungsleiter bezahlen konnte, fiel den SC-Sportfreunden einiges ein. Sie führten Selbstverteidigungskurse durch, die angesichts der rasant gestiegenen Kriminalität bei der Bevölkerung sehr gefragt waren. „Da habe ich mir selbst viele blaue Flecken geholt, weil ich immer den Angreifer bei den Vorführungen mimen musste“, berichtet Rieger schmunzelnd. Aber die Kurse à 70 Teilnehmer je 150 DM erwiesen sich als Geldquelle, brachten binnen eines halben Jahres 45000 DM ein. „Damit konnten wir nicht nur die Aufwandsentschädigung für die Übungsleiter bezahlen, sondern auch Material kaufen“, so der Geschäftsführer.
Im Gründungsjahr war sogar Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka Mitglied im Verein. Er trainierte in Potsdam und begründete so ein bisschen mit den Ruf der Potsdamer Stabhochsprungschule, die sich auch in den Stabhochsprung-Meetings manifestierte. Die Höhenflieger machten in diesem Jahr zum 20. Mal auf dem Parkdeck des Stern-Centers Station und werden das laut Rieger auch im nächsten Jahr tun. Auch das Kugelstoß-Meeting in der MBS-Arena sei genannt. Der Verein hat sich längst als Veranstalter einen Namen gemacht, dazu gehören neben Stadtteilfesten im Kirchsteigfeld auch ganz viele Nachwuchs-Wettbewerbe wie der Regenbogencup, der Stadtcross der MAZ-Staffellauf der Schulen und Kitas. Über 100 Veranstaltungen werden pro Jahr durchgeführt. Längst ein jährlicher Höhepunkt ist das Porta Sport- und Kulturfestival, wo schon viele Pop- und Schlagerstars aufgetreten sind.
Auch Bob-Anschubwettbewerbe wurden schon in der Potsdamer City organisiert, nachdem 2001 offiziell eine Bobsport-Abteilung im Verein gegründet wurde, die bereits mehrere Olympiasieger wie Kevin Kuske, Carsten Embach oder zuletzt 2018 Lisa Buckwitz und Mariama Jamanka hervorbrachte. Auch die Para-Schwimmer wie Maike Naomi Schnittger und Torben Schmidtke kehrten mit Medaillen von Weltmeisterschaften und Paralympischen Spielen heim.
Die Volleyballerinnen sind längst ein Aushängeschild des Vereins geworden. Seit zehn Jahren spielen sie in der Bundesliga, gewannen in diesem Jahr Meisterschaftsbronze und feierten ihre Europacup-Premiere. Die Volleyball-Männer zählen in der 3. Liga zur Spitze. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Nachwuchsmannschaften.
Natürlich sind die Leichtathleten weiter eine erste Adresse. 2003 gewann Geher Andreas Erm WM-Bronze, Christopher Linke – ebenfalls Geher – war in diesem Jahr als WM-Vierter dicht dran am Podest. Mit Blick auf Olympia 2020 in Tokio machen sich auch Diskuswerferin Kristin Pudenz und Speerwerfer Bernhard Seifert Hoffnungen.
Neben dem Leistungssport setzt der Verein weiter auf den Breitensport, auf Integration und Inklusion, will vor allem auch den Senioren weiter Angebote machen und hat sich ebenso dem Reha-Sport verschrieben. „Der Breitensport wird immer die Basis unseres Vereins bleiben“, betont Rieger. Der SC Potsdam, dessen Präsident seit 2006 Torsten Bork ist, hat zwar sein schmuckes Vereinsdomizil inklusive Jugendclub Off-Line im Ende 2010 eröffneten Multifunktionsgebäude im Kirchsteigfeld, ist aber in fast allen Potsdamer Stadtteilen präsent bis zur Pinguin-Schwimmschule im Bornstedter Feld, die der Verein 2016 übernahm. Für die Schwimmkurse gibt es lange Wartelisten, so hoch ist die Nachfrage. „Der Verein muss längst wie ein wirtschaftliches Unternehmen geführt werden“, sagt Rieger, der seit Januar Vorstandsvorsitzender des jetzt hauptamtlich geführten SC Potsdam ist, dessen Jahresumsatz im Millionen-Bereich liegt. (Peter Stein, MAZ, 12.12.2019)

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