Olympia-Norm und Top-Ergebnisse in Wiesbaden

Die Diskus-Wettbewerbe in Wiesbaden haben am Sonntag gehalten, was sie versprochen hatten: Gleich sechs deutsche Athletinnen übertrafen beim Werfercup die Olympia-Norm. Kristin Pudenz erreichte mit 61,01m die gesetzte Norm von 61,00m und das, obwohl sie erst am Mittwoch aus dem Trainingslager zurück kam. Mit dieser Leistung erreichte sie den 6. Platz.

Weiterhin überzeugen konnte Clemens Prüfer. Er hatte bereits angekündigt, dass er sich in Topform fühlt. Die konnte er heute beim U20 Wettbewerb mit der 1,75kg Scheibe unter Beweis stellen. Er warf mit 66,27m fast deutschen U20-Rekord. Dieser liegt bei 66,45m. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wettkampf und selbst etwas überrascht, dass es so früh schon so weit ging. Das ist eine sehr gute Ausgangsposition für die Saison. Vielleicht geht es ja noch ein kleines Stück weiter.“, sagte er mit einem Lächeln. Im Anschluss an seinen Wettkampf legte er noch einen mit dem Männerdiskus drauf. Er erreicht eine Weite von 61,62m.

Sein Bruder Henning griff nach überstandenen Leisten- und Rückenproblemen wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Trotz erheblichem Trainingsrückstand kam er auf gute 59,34m und blieb damit nur knapp einen Meter unter seiner persönlichen Bestleistung aus dem Vorjahr.

Im Diskuswurf der Männer ging Markus Münch an den Start. Er war mit seinem Wettkampf heute noch nicht 100%ig zufrieden. „ 62,67m bedeutete zwar den 3. Platz mit der kompletten Deutschen Spitze am Start, aber die Weite war unter meinen Möglichkeiten. Es lässt sich aber darauf aufbauen und nächste Woche starte ich einen Angriff auf die Olympianorm von 65,00m bei den Werfertagen in Halle.“

Im Wettbewerb der weiblichen U20 hatten wir gleich zwei Starterinnen am Start. Dabei belegte Michelle Berger mit 46,40m den siebten Platz, Ellen Goroncy kam auf 41,76m.
In der kommenden Woche haben alle Athleten die Möglichkeit ihre Leistungen bei den Halleschen Werfertagen zu verbessern.