Thriller im Spitzenspiel der Herren

Am 27. Januar war Heimspieltag in Potsdam und es gastierte der souveräne Tabellenführer Turtles Berlin. Also keine leichte Aufgabe für die SG Potsdam-Mellensee.

Relativ früh ging der Favorit auch mit 1:0 in Führung und legte zur Mitte des ersten Drittels auf 2:0 nach. Die Potsdamer Antwort kam jedoch umgehend nach einem Befreiungsschlag aus der eigenen Zone, den Atte mit einem Konter im Alleingang einnetzte. Danach häuften sich unsere Chancen, doch statt des Ausgleichs gab es kurz vor Drittelende das unglückliche 1:3.
Im zweiten Drittel spielte dann die SG einen ihrer besten Abschnitte der Saison. Die Turtles agierten jetzt passiver und unsere Chancen häuften sich. Mitten in der Drangphase dann ein Potsdamer Wechselfehler – 2 Minuten Unterzahl. Dem Druck der Turtles hielten wir nicht nur stand, sondern erneut Atte nutzte ein Unaufmerksamkeit in der Turtles-Deckung zum 2:3 Anschluss. Danach ließen wir Ball und Turtles laufen. Folgerichtig landete der Ball dann auch im Tor, das leider wegen Stockschlags nicht gegeben wurde.
Zu Beginn des Schlussabschnitts dann gleich das nächste Highlight: Durch einen Freischlag netzte Atte zum Hattrick ein. Kurz danach der Ball erneut im Netz der Schildkröten, erneut wurde der Treffer nicht gegeben. Stattdessen wollten die Turtles nun einmal wieder Tore schießen und taten dies auch zum 3:4. Die Potsdamer gaben sich aber an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt geschlagen und kamen in der wohl besten Kombination des Tages verdient durch Richard zum Ausgleich. Das Spiel legte eine nur kurze Verschnaufpause ein und als mit erneut aufkommenden Schwung der SG Jens zum verdienten 5:4 einnetzte stand die Halle Kopf. Es waren nur noch wenige Sekunden auf der Uhr und Potsdam verteidigte mit allen Mann die Führung. Allerdings schafften die Turtles es irgendwie – und nicht ganz unumstritten – den Ball 5 Sekunden vor Schluss über die Linie zu drücken. Ausgleich. Verlängerung.
Und auch diesen Spielabschnitt gestalteten zunächst wir. Gute Chancen, viel Druck. Allerdings kein Treffer. Als dann die Turtles das erste Mal gefährlich vor dem Tor auftauchten schepperte es, das Spiel war vorbei.
Unabhängig davon, dass wir damit nur einen von drei möglichen Punkten mitnahmen, überwog am Ende die Erkenntnis, dass wir, wenn wir die einfachen Dinge richtig machen auch gegen den Tabellenführer auf Augenhöhe spielen können.
Autor: Martin Fielko