Internationale Premiere des SC Potsdam im CEV-Cup

Am Mittwoch steht der SC Potsdam vor seiner größten Herausforderung in der Vereinsgeschichte, ja es ist ein Meilenstein in der sportlichen Entwicklung des Volleyballs in der Landeshauptstadt.

Da empfängt um 19.00 Uhr in der MBS-Arena das Team von Cheftrainer Guillermo Hernandez zu seinem internationalen Einstand im Confederation Europeenne de Volleyball – Cup (CEV) das Spitzenteam der Russischen Föderation von Dinamo Kazan.

Während es für die Volleyballerinnen des SC Potsdam der Einstieg in das internationale Geschehen ist, kann der Gegner aus der Hauptstadt der Tartastan mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern, in dem mehrere Auswahlspielerinnen stehen, auf eine beachtliche Erfolgsbilanz verweisen. Da stehen in den letzten zehn Jahren auf der Habenseite des 2002 gegründeten Clubs u.a. fünf Meistertitel und vier Pokalsiege Russlands, der Sieg in der Champions League, sowie der Klubweltmeisterschaft (2014), einschließlich der Titel im CEV-Cup 2017! Das belegt, was für ein Kontrahent am Mittwoch in der MBS Arena aufschlägt.

In den letzten beiden Jahren gab es einige personelle Veränderungen bei den Gästen, was sich nahezu Athletinnen aus der Region zusammensetzt. Es ist ein guter Mix aus jungen, sowie erfahrenen Spielerinnen. Da sind neben drei 16 bzw. 17-Jährigen, u.a. die russische Nationalspielerin Irina Koroljowa im Aufgebot, die in diesem Jahr im Nationalteam bei der Europameisterschaft am Netz war.

Wenn beide Mannschaften etwas gemeinsam haben, dann ist es gegenwärtig der 3. Tabellenplatz in der jeweiligen Liga.

Am vergangenen Sonnabend hatte Dinamo bei Jenissei Krasnojarsk, in dessen Diensten die einstige SCP Top-Scorerin Marta Drpa steht, ein Auswärtsspiel zu bestreiten, was mit einem 3:0 Sieg endete, da hat sich das Team von Trainer Sergej Sikachev die richtige Motivation für ihren internationalen Saisonauftakt geholt. Anschließend ging es am Sonntag schon mit dem Flugzeug nach Berlin und Potsdam weiter.

„Für uns ist das ein Meilenstein“, so Sportdirektor Toni Rieger. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille in der vergangenen Saison hat der Verein die Voraussetzungen schaffen können, dieses sportliche Abenteuer erstmals einzugehen. Der internationale Einstieg des SC Potsdam ist für die Landeshauptstadt, sowie der gesamten Region ein herausragendes Ereignis. Das den Volleyballerinnen gleich ein Spitzenteam gegenübersteht, setzt dem Ganzen die Krone auf, das ist Werbung auf großer Bühne.

„Es ist auf jeden Fall das schwerste Los, das wir kriegen konnten“, bewertete SCP-Kapitänin die Auslosung. Dennoch herrscht für diese Hammeraufgabe nur noch die Vorfreude. Dinamo ist unumstritten der Favorit in diesem Match, was für Beide bei 0:0 beginnt. „Wir dürfen uns nicht von diesem großen Namen lähmen lassen, sondern auf die eigenen Stärken vertrauen“, schaut der Sportdirektor auf den Mittwoch. Für den Trainer Kazans Sergej Sikachev ist klar, „wir wollen natürlich gewinnen, für uns zählt zuerst der Sieg“.

Cheftrainer Guillermo Hernandez wird in gewohnter Akribie und Studium von Videomaterial die Mannschaft vorbereiten und hofft auf die gewohnt lautstarke Unterstützung.

Dass dieser internationale Einstieg überregionales Interesse hat belegt, dass sich zahlreiche Medienvertreter von Fernsehen, Funk und Presse zu diesem Ereignis haben akkreditieren lassen.

Das Rückspiel wird am 18. Dezember in der Wolgastadt ausgetragen.

Die MBS-Arena öffnet am Mittwoch bereits um 17.30 Uhr. Tickets für dieses Saison-Highlight erhaltet ihr hier: TICKETS