Volleyballkrimi zum Rückrundenauftakt

„Wir wollen Angriff auf den vierten Tabellenplatz nehmen, wir haben es in der eigenen Hand, und eine gute Ausgangsposition zu schaffen für die Playoffs zu schaffen“, gab Sportdirektor Toni Rieger die Marschroute für die Rückrunde aus.

Am Ende gab es nur einen Punkt für den SC Potsdam. Nach diesem mehr als zwei Stunden dauernden Fight äußerte er, „wir haben schlecht gespielt. Es sind einfach noch zu viel Abstimmungs- und Annahmefehler, wo der Gegner zu leichten Punkten gekommen ist“.

Ergebnis: Im einem  spannenden Auftaktspiel unterlag der SC Potsdam den VC Wiesbaden mit 2:3 (25:18, 23:25, 25:20, 23:25, 13:15) und konnte sich nicht für die erlittene 2:3 Niederlage aus der Hinrunde wie erwartet, revanchieren und verbleiben jetzt mit 19 Punkten weiterhin auf dem 6. Platz – es war bereits das dritte Mal innerhalb von acht Tagen, wo die Mannschaft an das Netz musste und die zweite 2:3 Niederlage in Folge.

Dabei knüpften die  Gastgeberinnen zumindest kämpferisch an den Vergleich gegen den Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart vom Mittwoch an. Trainer Guillermo Hernandez begann diesmal mit Marta Drpa, Alexa-Marie Dannemiller, Nia Grant, Eva Hodanova, Sandra Szaboova,  Silvana Chausheva sowie Aleksandra Jegdic (L) und waren gegenüber etlichen Spielen gleich da und bestimmten das Geschehen vor 993 Zuschauern in der MBS Arena. Die Führung, bis auf das zwischenzeitliche 2:3 hatte der SC Potsdam immer souverän gegen diesen erwartet unbequemen Gegner in den Händen. Den Punkt zum Satzgewinn gelang Silvana Chausheva, die diesmal von Beginn an im Sechser stand und erneut eine überzeugende Leistung bot.

Der zweite Abschnitt gestaltete sich mit wechselseitigen Führungen. Die Gastgeberinnen hatten die Chance, bei einem zwischenzeitlichen 11:8 bzw. 18:15 und den 22:22 Ausgleich, das 2:0 zu erzielen. Unkonzentriertheiten brachten dann das 23:25 und das 1:1 nach Sätzen.

Im Folgenden gab Guillermo Hernandez Zuspielerin Magdalena Gryka und Annegret Hölzig auf der Außenposition weitere Einsatzmöglichkeiten. Es entwickelte sich ein ausgeglichener Fight, wo es dem SC Potsdam aus einem Rückstand heraus, das 17:14 erkämpfen. Bis zu diesem Zeitpunkt war phasenweise ein wenig hektisch in den eigenen Reihen, aber das Team fand dann recht schnell wieder zum eigenen Können und schaffte durch Marta Drpa das 25:20  und hatte den dritten Satz auf der Habenseite.  

Im vierten Spielabschnitt, der über wichtige Punkte für beide Teams vorentscheidend sein konnte, kam noch Natalie Wilczek auf das Feld, enteilte Wiesbaden und brachte die Gastgeberinnen schnell in einen deutlichen 4:8 in Rückstand. Zeigten sich jetzt Konditionsschwächen am Abschluss einer strapaziösen Woche? Nicht zu übersehen war aber, dass es der SC Potsdam mit etlichen Aufgaben, die ihr Ziel verfehlten, mehr als Gastgeschenke für den VC verteilte. Die Wiesbadener behaupteten ihre knappe Führung da waren es u.a. Marta Drpa sowie Silvana Chausheva, die im richtigen Moment die Zähler machten und das 20:20 erzielten, da war man dran, aber das 23:25 folgte.

Es ging in den Tiebreak. Da ging es enger, als im Mittwochspiel zu. Der VC lag lange knapp vorn, als Marta Drpa (MVP/30 Pkt.) in ihrer eigenen Art das 7:7 erzielte. Danach landete die Aufgabe von Eva Hodanova im Netz! Seitenwechsel! Über die Stationen 10:10, 10:12, 11:13, folgte durch eigene Unzulänglichkeiten das 13:15 und das erneute 2:3, wie es im Hinspiel bereits der Fall war.

Da hatte man sich auf potsdamer Seite sicherlich etwas mehr versprochen, zumal man den Sieg mehrfach in den Händen hatte.

Kapitän Annegret Hölzig bilanzierte nach dem Spiel, „unsere Fehlerquote ist einfach noch zu hoch, was sich bereits durch die gesamte Saison zieht, dass ist im Moment unser Hauptproblem. Uns nützen ein oder zwei Zähler nichts, wir brauchen drei Siegpunkte“.

SC Potsdam:

Drpa (30), Wilczek (), Dannemiller (6), Stautz (), Grant (8), Gryka Magdalena (), Hölzig (2), Weske (), Hodanova (7), Kauffmann (L), Szaboova (5), Jegdic (L), Chausheva (15)

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