Trainingsauftakt beim SC Potsdam

Sie hielten sich nicht lange bei der Vorrede auf. Die Bundesliga-Volleyballerinnen des SC Potsdam wollten Dienstagabend zum Trainingsauftakt für die Saison 2014/15 in der MBS-Arena gleich ran ans Netz – vorerst nur für die Fotografen. Und diese hatten viele neue Gesichter vor der Linse.

Potsdam/MAZ. Bis am 22. Oktober in Aachen das erste Bundesligaspiel angepfiffen wird, steht dem Team von Chefcoach Alberto Salomoni in den nächsten zwei Monaten jede Menge schweißtreibende Arbeit bevor. Zur Unterstützung hat der Italiener ein Team von Landsleuten um sich geschart. Denn neben dem neuen Co-Trainer Fabio Aiuto und dem Scout Riccardo Boieri komplettiert Athletiktrainer Luca Simonetti die „Pizza-Connection“. Letzterer bat die Mannschaft sogleich zum Zirkeltraining. Nun werden die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison gelegt.

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Mittendrin Giulia Carraro. Das neue Gesicht war schnell ausgemacht. Die 20-jährige Zuspielerin – auch aus Italien – hat als erste der bisher vier Neuzugänge den Weg in den Luftschiffhafen gefunden. Außenangreiferin Michala Kvapilova aus Tschechien wird heute erwartet. Die Kolumbianerin Ivonne Montano (Diagonal) und die Mexikanerin Lizbeth Sainz (Außenangriff) werden erst in ein beziehungsweise zwei Monaten in Potsdam erwartet. Lizbeth Sainz spielt noch bei der WM in Italien.

Besonders glücklich war Salomoni, der mit dem Sportclub in seine vierte Saison geht, über die Rückkehr der Rekonvaleszenten Nikola Radosova und Jessica Rivero. „Die Mannschaft muss sich in den nächsten Wochen erst einmal zusammenfinden“, meinte der Coach: „Die ersten fünf, sechs Spiele der Saison werden zeigen, auf welchem Niveau wir stehen.“ Dennoch zeigte sich der 48-Jährige überzeugt: „Wir haben Supertalente. Aber das Puzzle für das Topteam muss erst noch zusammengesetzt werden.“

Sophie Dreblow, die am Dienstag als erste die neuen Turnschuhe geschnürt und die Schoner über die Ellenbogen gezogen hatte, meinte voller Vorfreude: „Es ist schön, wieder in der Halle zu sein.“ Nach dem Ostsee-Urlaub in Ahlbeck auf Usedom ist die U-19-Nationalspielerin heiß auf Volleyball. „Ich werde darum kämpfen, dass wir wieder unter die Top sechs kommen“, legte die 16-jährige Sportschülerin die Messlatte hoch.

Ihre Libera-Kollegin Lisa Rühl, die mit Freunden und Familie in Prerow ebenfalls an der Ostsee urlaubte, gab sich nicht weniger optimistisch: „Wir wollen weiter oben angreifen. Wenn wir diesmal von Verletzungen verschont bleiben, können wir vielleicht die Überraschungsmannschaft der Liga werden.“ Am meisten freue sie sich auf eine volle Halle. „Diese Atmosphäre mit dem Publikum habe ich schon vermisst.“ Bis es soweit ist, wird das Team mit Testspielen und Vorbereitungsturnieren den Bundesliga-Countdown einläuten.

Von Peter Stein (MAZ)

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