SC Potsdam reist zum ersten Saisonspiel nach Aachen

Nach mehreren Wochen der Vorbereitung beginnt für die Volleyballerinnen des SC Potsdam am Mittwochabend endlich die neue Bundesligasaison 2014/15.

Das Team von Trainer Alberto Salomoni muss zunächst auswärts bei den Ladies in Black in Aachen ran, ehe es am Samstag den amtierenden deutschen Meister aus Dresden in der MBS-Arena empfängt. „Unser Saisonziel heißt ganz klar die direkte Qualifikation für die Play-Offs zu erreichen“, sagt Salomoni. Damit möchten sich die Potsdamer, die in ihre sechste Bundesligasaison gehen, weiterhin in der oberen Hälfte des Zwölferfeldes etablieren.

Mit einem leicht veränderten Kader als noch im Vorjahr geht das Team in die neue Saison. Acht Spielerinnen sind geblieben, bisher gibt es mit der italienischen Zuspielerin Giulia Carraro, der tschechischen Außenangreiferin Michala Kvapilová, dem mexikanischen Talent Seomara Sainz (Außen/Annahme) und Mittelblockerin Antonia Klamke vier Neuzugänge zu verbuchen. Die Einreise von Ivonee Montaño aus Kolumbien, die für die Diagonalposition vorgesehen ist, stellt sich aktuell noch als problematisch dar. Durch die Weggänge der erfahrenen Nikol Sajdova, Elisa Muri und Josephine Dörfler hat sich das Potsdamer Team damit stark verjüngt. Mit Montaño (18 Jahre alt) beträgt das Durchschnittsalter gerade einmal 22,7 Jahre. Mittelblockerin Kathy Radzuweit und Zuspielerin Doreen Engel sind mit ihren 32 Jahren die beiden ältesten Spielerinnen im Kader.

„Die Mischung von Jung und Alt passt“, so Radzuweit, die nach einem Jahr Pause nun wieder die Kapitänsbinde trägt. „Die neuen, jungen Spielerinnen beleben den Trainingsbetrieb und ich denke wir können alle voneinander zehren. Wir ergänzen uns gut.“ Als Knackpunkt sehen sowohl Salomoni als auch Radzuweit die junge Giulia Carraro auf der wichtigen Zuspieler-Position. Die 20-jährige Italienerin, die ihre zehn Jahre ältere Landsfrau Elisa Muri ersetzt, gilt als großes Talent. „Giulia wird unser Spiel schneller machen und damit gefährlicher für die Konkurrenz. Als junge Spielerin muss sie auf dieser Position allerdings viel Verantwortung übernehmen. Sie braucht unsere Unterstützung und unser Vertrauen“, so der Trainer.

Für das Spiel in Aachen, beim Vorjahres-Dritten, haben sich die SC-Damen viel vorgenommen. „Spiele in Aachen haben immer einen besonderen Charakter“, so Radzuweit. In der kleinen und flachen Spielhalle, die sich durch die Nähe der Zuschauer schnell in einen Hexenkessel verwandle, sei es für die Gästemannschaft immer nicht ganz einfach zu spielen. „Dort brennt die Hütte“, beschreibt die Potsdamer Kapitänin. „Aber die Aachener sind ein faires Publikum, sie pushen ihr Team nur ungemein.“ In der vergangenen Saison gab es für Radzuweit und Co. eine 1:3-Niederlage bei den Ladies in black. Das Team von Trainer Marek Rojko sei allerdings kaum noch mit dem Bronzemedaillen-Team vom Vorjahr zu vergleichen. Aachen hat mit Laura Weihenmeier, Femke Stoltenborg und Yvon Beliën drei wichtige Leistungsträgerinnen verloren und startet mit acht neuen Spielerinnen in die Saison 2014/15. „Wenn wir unsere Leistung und unser Potenzial aufs Parkett bringen können, können wir dieses Mal als Sieger vom Feld gehen“, ist sich Kathy Radzuweit sicher.

Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Sporthalle Neuköllner Straße in Aachen.

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