Wieder jubeln die Anderen… Potsdam scheidet aus.

Der SC Potsdam hat den Sprung ins Playoff-Halbfinale nicht geschafft. Im alles entscheidenden dritten Spiel der Viertelfinal-Serie unterlagen sie zu Hause dem VC Wiesbaden mit 1:3 (21:25, 25:16, 20:25 und 21:25) und scheiden damit zum fünften Mal im Viertelfinale aus.

„So ist der Sport“, sagte Cheftrainer Davide Carli nach der Partie. „Wir haben eine tolle Saison gespielt, wir standen im Pokalhalbfinale, sind Vierter in der Hauptrunde geworden. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben viel gearbeitet in dieser Saison, aber der Gegner eben auch.“

Viel mehr als dem verlorenen Heimspiel trauerte der 34-Jährige der vergebenen Chance in Wiesbaden hinterher: „Schon in Wiesbaden hätten wir alles klar machen können. Diese Chance hat die Mannschaft nicht genutzt.“ Denn nach der tollen Aufholjagd im ersten Viertelfinalspiel, das nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 zu Hause gewonnen werden konnte, gab es den ersten Matchball fürs Halbfinalticket bereits beim Auswärtsspiel in Wiesbaden. Dort unterlag die Carli-Truppe allerdings glatt mit 0:3 und zeigte keine gute Leistung. Also musste das Entscheidungsspiel her mit dem Heimvorteil als bessere Team der Hauptrunde.

Doch wieder starteten die Potsdamerinnen nervös und bekamen keinen Zug zum Spiel. Über die Zwischenstände von 5:8 und 10:16 ging Durchgang 1 mit 25:19 an die Gäste aus Hessen, die wie in den bisherigen zwei Spielen stark im Block und in der Annahme waren. Mitte des zweiten Satzes dominierten dann sie SC-Mädels: die Aufschläge kamen druckvoll in die gegnerische Hälfte, die Blockarbeit funktionierte plötzlich auch gut, angefeuert durch die 1522 Zuschauer und unter den Augen von Oberbürgermeister Jann Jakobs spielte sich Potsdam fast in einen Rausch, der mit dem souveränen Satzgewinn bei 25:16 endete.

Im dritten Satz häuften sich die Fehler auf Potsdamer Seite. Allein 10 Punkte gewann der VC Wiesbaden durch Potsdamer Fehler. Nach einem Rückstand von 6:10 kämpften sich die Gastgeberinnen wieder auf 11:13 heran, doch Wiesbaden hatte irgendwie die glücklicheren Händchen und zog erneut davon auf 20:14. Alle Bemühung brachten nicht den erwünschten Erfolg und so ging Wiesbaden erneut nach Sätzen in Führung.

Im vierten Satz entwickelte ich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams lagen bis zum 19:19 gleichauf. Dann erzielte Wiesbaden den Big Point nach einem langen Ballwechsel, der anscheinend noch einmal zusätzliche Kräfte frei ließ. Doch auch Potsdam gab sich nicht auf. 21:23, noch immer war der Tiebreak zum Greifen nahe. Ein ins Aus geschlagener Angriff machte alle Halbfinal-Hoffnungen der Potsdamerinnen dann allerdings zu Nichte. Wiesbaden jubelte beim 25:21 und Potsdam steht erneut – zum fünften Mal in Folge nach dem Viertelfinale vor dem Aus.

„Die Enttäuschung ist groß“, sagte Kapitänin Lisa Rühl. „Wir sind fest davon ausgegangen, dass wir heute gewinnen.“ Die tolle Saison macht allerdings schon jetzt Lust auf die Neue. Es steckt eine Menge Potenzial in dieser jungen Potsdamer Mannschaft, die zu einem Großteil so zusammen gehalten werden soll. Zudem lockt dank des vierten Platzes in der Hauptrunde der Europapokal.

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